Königheim

Neu gestalteter Pfarrsaal Nach gut zweijähriger Planungs- und Umbauphase kamen zahlreiche Bürger zur Einweihungsfeier

Gern genutzter Raum für viele Zwecke

Archivartikel

Nach gut zweijähriger Planungs- und Umbauphase wurde der neu gestaltete Königheimer Pfarrsaal am Sonntag eingeweiht. Musikalisch umrahmte der von Thomas Martin geleitete Kirchenchor die Feier.

Königheim. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Patricia Merkel ging bei der Begrüßung der zahlreichen Bürger erfreut auf das „wunderschön sanierte Haus“ ein. Es habe nicht zuletzt durch zahlreiche Helfer diesen neuen Glanz erhalten und sei als „Haus, in dem Menschen den Geist Gottes fühlen und viele schöne Stunden miteinander erleben“, anzusehen.

„Der Pfarrsaal liegt im Herzen Königheims und ist sowohl aus den Herzen als auch aus Königheim nicht mehr wegzudenken“, betonte Bürgermeister Ludger Krug. Er sprach von einem „gern genutzten Veranstaltungsort für jeden Zweck“. Sein Lob galt neben den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und den Geldspendern vor allem Pfarrer Franz Lang. Dieser habe ein großes Maß an Weitblick und Verstand bewiesen, um mit unermüdlichem Einsatz die Sanierung des Pfarrsaals voranzutreiben.

Nach der im Oktober 2017 erfolgten Genehmigung begannen die Arbeiten im Frühjahr 2018. Über den detaillierten Verlauf der Sanierung informierte Architekt Meinrad Haas (Hardheim), der das Projekt nach der Erkrankung des zwischenzeitlich verstorbenen Tauberbischofsheimer Architekten Matthias Keller im Februar 2017 übernommen hatte.

Investitionsstau

„Nach über 30 Jahren waren Gebrauchsspuren und ein gewisser Investitionsstau unübersehbar“, blickte Haas zurück. Obwohl nicht jede Idee verwirklicht werden konnte, stehe man in und vor einem „tollen Projekt“, wie Haas erklärte. Als „wegweisend“ bezeichnete er die Zusammenlegung der Funktionsräume, durch die zwar die Bühne entfiel, aber dafür eine größere Küche eingerichtet werden konnte: „Die Küchenfläche hat sich gegenüber der alten Situation nahezu verdoppelt.“ Auch durch die die Garderobe mit geräumigem Foyer, die neu gestalteten Sanitäranlagen nebst Behindertentoilette, die neuartige Akustikdecke, die Optimierung des Brandschutzes, die energieeffiziente LED-Beleuchtung, die mobile Trennwand sowie durch die neue Heizungsanlage sei der Pfarrsaal für die Zukunft gerüstet.

Kostenrahmen eingehalten

„Nachdem der ursprüngliche Projektinhalt lediglich die Innensanierung vorsah, stand durch das rührige Wirken der Ehrenamtlichen noch genügend Geld für die zusätzliche Außensanierung bereit“, hob Haas hervor. Trotzdem habe man den zu Beginn auf 700 000 Euro geschätzten Kostenrahmen sowie das festgelegte Zeitfenster eingehalten.

Nachdem Haas allen Helfern und Pfarrer Franz Lang für die gute Zusammenarbeit gedankt hatte, überreichte er Pfarrer Lang einen „genießbaren Schlüssel“. Der Geistliche revanchierte sich mit einem kleinen Präsent bei Meinrad und Waltraud Haas. Zufrieden stellte Pfarrer Lang fest: „Es war nicht ganz einfach, das Erzbischöfliche Ordinariat nach dem zunächst abgelehnten Gesuch doch von der Notwendigkeit der Sanierung zu überzeugen. Aber es lohnte sich.“

Weiter stellte Lang fest, dass die verbrieften 1300 ehrenamtlichen Arbeitsstunden nur die halbe Wahrheit seien. „Insgesamt waren es an die 2000 Arbeitsstunden, die unsere Helfer stemmten“, erklärte er. Weiter erinnerte an die überaus dankenswerte Aktivität aller kirchlicher Gruppen Königheims und bezifferte die insgesamt eingegangenen Spenden auf 62 100 Euro.

Nachdem der Geistliche den Pfarrsaal gesegnet hatte, galt sein abschließender Dank dem Bauausschuss mit Daniel Achstetter, Bernhard Faulhaber, Herbert Geppert, Bernhard Honikel, Dietmar Thoma, Doris Uihlein, Georg Uihlein und Gerhard Zenkert. Georg Uihlein wiederum würdigte den unermüdlichen Einsatz von Daniel Achsteller mit einem Präsent.

Bevor die zahlreichen Gäste beim Tag der offenen Tür sich im neu sanierten Pfarrsaal umsahen und Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde genossen, warteten noch zwei Überraschungen auf Pfarrer Franz Lang: Während Stefanie Spielvogel und Simone Seitz ihm seitens der katholischen Frauengemeinschaft eine Torte überreichten, präsentierte Georg Uihlein den „Pfarrer-Lang-Stuhl“ mit Erinnerungsplakette.