Königheim

Heimatverein Vorstellung des neuen Buchs ist am Freitag, 30. November

„Geschichte der jüdischen Gemeinde“ wird beleuchtet

Königheim.Wenige Tage nach dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht, in der auch in Königheim die Synagoge von Nazis geplündert und im Innern teils demoliert wurde, stellt der Heimatverein „Brehmbachtal“ ein nach mehrjährigen Recherchen entstandenes Buch über die Geschichte der jüdischen Gemeinde vor.

Zusammen mit einem Gedenken an die Königheimer Opfer des Holocaust und einer Ausstellung, die die wichtigsten Kapitel der jüdischen Ortsgeschichte in Wort und Bild nachzeichnet, findet die Vorstellung des Buches am Freitag, 30. November, in der Aula der Brehmbachtalschule statt. Die gemeinsame Veranstaltung der politischen Gemeinde und des Heimatvereins beginnt um 19 Uhr. Alle Interessierten sind willkommen.

Die Reichspogromnacht im November 1938 ist zum Signal für den dann folgenden größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit geworden.

Zwei Jahre nach der sogenannten „Reichskristallnacht“ erlosch mit der Deportation der letzten noch in Königheim lebenden Juden am 22. Oktober 1940 ins südfranzösische Internierungslager Camp de Gurs, in den „Vorhof zur Hölle“ auch die jüdische Gemeinde in Königheim.

Zum Gedenken an die zahlreichen Opfer des Holocaust und zur Erinnerung an die jüdische Geschichte hatte der Heimatverein mit Blick auf den 80. Jahrestag der Pogromnacht zunächst geplant, die wenigen vorhandenen Fotos, Dokumente und Überlieferungen aus der Jahrhunderte alten jüdischen Ortsgeschichte in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren. Die Recherchen brachten allerdings neues und unveröffentlichtes oder einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekanntes Material zu Tage, sodass daraus ein etwa 160-seitiges Buch wurde, das 18 Kapitel und zahlreiche Fotos und Dokumente enthält.