Königheim

Gemeinderatssitzung Gremium beschließt Reduzierung der Spielflächen / Areal an Kieserstraße wird kurzfristig, das am Kreuzberg später umgenutzt

Ja zu Auflösung des kleinsten Spielplatzes

Die Zahl der Spielplätze in Königheim wird reduziert. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Anlage im Bereich Kieserstraße/Ritterberg aufzulösen. Dafür erfolgt eine Aufwertung des „Wasserspielplatzes“.

Königheim. Kinder lieben es zu schaukeln, wippen, miteinander zu toben oder einfach nur im Sand zu buddeln. Platz dafür haben sie in Brehmen, Gissigheim und Pülfringen auf jeweils einem Spielplatz. In Königheim selbst gibt es momentan sogar fünf Spielanlagen, was einen verstärkten Unterhaltungsaufwand mit sich bringt. Über diesen „hat sich der Gemeinderat in jüngster Zeit Gedanken gemacht“, erklärte Bürgermeister Ludger Krug in der öffentlichen Sitzung am Montagabend im Königheimer Rathaus.

Der Spielplatz im Bereich Kieserstraße/Ritterberg sei mit 489 Quadratmetern die kleinste Spielfläche. Sie verfüge über keine Beschattung und sei nahe an der Straße gelegen. Zudem könnten die Kinder aus der Wohngegend problemlos die anderen Spielflächen erreichen.

Diese seien sogar besser ausgestattet, meinte der Bürgermeister mit Blick auf den so genannten „Wasserspielplatz“ (Spitzsteig) am Brehmbach.

„Wasserspielplatz“-Aufwertung

Werde dieser 2019/2020 aufgewertet und saniert, könne der Spielplatz im Bereich Kreuzberg/Prof.-Träger-Straße danach aufgelöst werden. Die Anlage an der Kreuzung Kieserstraße/Ritterberg sei dagegen kurzfristig zu schließen und das Grundstück zum Verkauf auszuschreiben. In beiden Fällen würden die wiederverwertbaren Spielgeräte auf andere Plätze verteilt.

Auf die bereits nichtöffentlich erfolgte Beratung des Themas durch den Gemeinderat verwies Bernhard Honikel (CDU) ebenso wie auf die Notwendigkeit, haushaltswirtschaftlich zu arbeiten. Da jedoch der Platz am Kreuzberg stark frequentiert werde, plädierte er dafür, eine Entscheidung über dessen Schließung zu vertagen.

Erinnerung an Waldspielplätze

Werner Waltert (Bürgerliste) war dafür, beide Anlagen aufzulösen. Er regte aber auch an, die früher in allen Ortsteilen vorhandenen Waldspielplätze wieder mit kleinen Spielgeräten oder einer Rutsche auszustatten. Weiter erinnerte er daran, dass alle Spielplätze durch Eigeninitiative der Bürger erstellt worden seien. Die hohen Kosten seien erst in den vergangenen Jahren durch die Erhaltungspflicht und die TÜV-Gebühren entstanden, meinte Waltert. Krug bestätigte, dass die TÜV-Auflagen immer größer würden, und betonte: „Bei einem Unfall, gibt es keinen Bestandsschutz.“Ein TÜV-Prüfer nehme die Anlagen jährlich in Augenschein. Der Bauhof prüfe monatlich, im Sommer sogar wöchentlich.

Mit beiden Spielplatzschließungen tue er sich schwer, bekannte Christof Fischer (CDU). Schließlich spielten solche Anlagen auch bei der Ansiedlung junger Familien eine Rolle. Drei Spielplätze in Königheim selbst hielt Udo Müller (Bürgerliste) für ausreichend. Doch müssten die Grundstücke auch nach der Schließung der beiden Spielflächen weiterhin gepflegt werden, gab er mit Blick auf die noch nicht geklärte Nachnutzung zu bedenken. Dabei sei außerdem zu beachten, was früher unter dem Gelände am Kreuzberg verlegt worden ist.

Die Aufwertung des „Wasserspielplatzes“ begrüßten Volker Götzinger (CDU) und Florian Gnadt (Bürgerliste). Während sich Letzterer freute, dass zuerst etwas geschaffen werden soll, bevor es zu einer Schließung kommt, hob Götzinger die für Kinder besondere Bedeutung „des Elements Wasser“ hervor.

Jeweils eine Gegenstimme

Bei der Abstimmung sprachen sich lediglich Christof Fischer gegen die Schließung des Spielplatzes Kieserstraße/Ritterberg und Bernhard Honikel gegen die später vorgesehene Auflösung des Spielgeländes am Kreuzberg aus.