Königheim

Herbsttreffen Gebetswachegruppe Odenwald-Tauber kam in Pülfringen zusammen

Verbundenheit mit Gott

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Bei schönem Oktoberwetter trafen sich die Mitglieder der Gebetswachegruppe Odenwald-Tauber zum Herbsttreffen in Pülfringen.

Zunächst wurde die Sühnekapelle besucht, deren Schutzpatron der Selige Bernhard von Baden ist. Erbaut wurde die Kapelle in den 1950er Jahren von Josef Müller, der die Bewegung „Rettet das ungeborene Leben“ gründete. Dessen Sohn Willi Müller, selbst aktiver Gebetsmann der Gebetswache, erläuterte die Geschichte der Kapelle sowie der Bewegung mithilfe zahlreicher Dokumente.

Beten verbindet

Interessant waren die Ausführungen von Willi Müller in Bezug auf den Besuch der inzwischen heiliggesprochenen Mutter Teresa im Juli 1986 in Bonn, der auf Initiative seines Vaters Josef zustande kam, der dabei von seinen Söhnen begleitet wurde. Die Teilnahme an der Seligsprechung von Mutter Teresa in Rom sei ein einmaliges Erlebnis für die ganze Familie gewesen. Mit der Litanei zum Heiligen Josef, dem alten Josefgebet und dem Lied Rosenkranzkönigin wurde die Führung an der Sühnekapelle beendet.

In der Pülfringer Pfarrkirche St. Kilian begrüßte Obmann Robert Lutz die Teilnehmer des Treffens und weitere Gottesdienstbesucher. „Dass Beten verbindet, wird auch am heutigen Tag wieder sichtbar“, freute er sich. Noch deutlicher kam diese Verbindung auf dem Lindenberg während der Anbetungswoche zum Vorschein. Die geistige und persönliche Verbundenheit sei nicht zu übersehen. Man spüre auch, dass einer des anderen Last mittrage.

Wirkung des Gebets

Die Tatsache, dass einige Männer schon mehrere Jahre an der Gebetswache teilnehmen, ist der beste Beweis dafür, dass man sich im Gebet auf besondere Weise verbunden fühlt. Zu denen, die in diesem Jahr für langjährige Teilnahme an der Gebetswache geehrt wurden, gehören Manfred Richter, Engelbert Ritzler und Robert Schell.

Vor der Eucharistiefeier, die Geistlicher Rat Pfarrer Franz Lang zelebrierte, betete die Gruppe für alle, denen schweres körperliches und seelisches Leid zugefügt wurde und wird, den schmerzhaften Rosenkranz. Pfarrer Franz Lang ging in seiner Ansprache auf das Gebet, dessen Ausdrucksformen und Wirkungen auf die Beter und deren Anliegen ein. Was das Beten anbelangt, sei den Christen Maria das beste Vorbild. Der deutlichste Beleg dafür sei auch das Magnifikat als Lobgesang Mariens.

Sorgen und Nöte

In den Fürbitten wurde die Sorgen und Nöte vor Gott getragen und der verstorbenen Gebetsmänner gedacht. Obmann Robert Lutz dankte allen, die ihn bei der Organisation und dem Ablauf des Treffens unterstützt haben. Besondere Dankesworte richtete er an Geistlichen Rat Pfarrer Franz Lang für die Bereitschaft, die Eucharistie mit den Teilnehmern zu feiern und ganz besonders für seine persönlichen Worte, die er an die Männer der Gebetswache richtete. Beim gemütlichen Ausklang im Gasthaus „Zur Linde“ war die Freude über das Wiedersehen beim Herbstreffen zu spüren. ad