Kommentar

Alle Türen offen halten

Diana Seufert zur geplanten Umwidmung im „Großen Garten“

Der Putz bröckelt am Gebäude, das Unkraut sprießt aus dem Boden. Der Schotterplatz daneben liegt seit dem Abtransport der Wohncontainer für Flüchtlinge ebenfalls brach. Wer von Zimmern her nach Grünsfeld kommt, findet rechterhand eine Gewerbebrache. Die ist nicht nur den Grünsfelder Gemeinderäten ein Dorn im Auge. Auch in der Bevölkerung macht man sich Gedanken, was mit dem Areal geschehen könnte.

1,7 Hektar Fläche warten auf einen Neubeginn im Rahmen des Stadtsanierungsprogramms. Der Bereich gegenüber dem Seniorenheim bietet Potenzial für viele Möglichkeiten. Wie die Zukunft des Areals aussehen soll, muss sich noch zeigen.

Bis es aber zu einem möglichen Ideenwettstreit kommen kann, will die Verwaltung die Voraussetzungen dafür schaffen. Bürgermeister Joachim Markert hat mehr als einmal in der Sitzung am Dienstag betont, dass man derzeit überhaupt nicht mehr vorhat – schon gar „keine Pflöcke einschlagen“. Die Änderung des Bebauungsplans diene nur dem Zusammenstellen von Grundlagen.

Wegen der oft ins Feld geführten Transparenz und Bürgernähe, die gerade vor Wahlen immer gerne bemüht werden, sollte nichts übers Knie gebrochen werden. Das wollte Markert bei seiner Information über die Aufnahme des Areals in das Stadtsanierungsprogramm ebenso wenig wie der Gemeinderat jetzt. So lässt man sich für die Weiterentwicklung des Areals alle Türen offen. Dann können alle gemeinsam an einem Strang ziehen – Verwaltung, Gemeinderat und Bürger.