Kommentar

Auf dem richtigen Weg

Archivartikel

Paul v. Brandenstein zieht eine Saisonbilanz von s.Oliver Würzburg

Die Enttäuschung war natürlich riesengroß, als gestern unmittelbar nach Spielschluss klar war, dass der Traum von den Playoffs ausgeträumt war. Die erhoffte und dringend benötigte Schützenhilfe aus Oldenburg war ausgeblieben, was natürlich zeigt, dass man sich gerade im Sport am besten nur auf sich selbst verlässt.

Erstmals in seiner Zeit als Trainer hat damit ein Team, das von Dirk Bauermann während der gesamten Saison gecoacht wurde, die Teilnahme an den Playoffs verpasst. Das klingt im ersten Moment etwas enttäuschend, ist es aber beileibe nicht.

Die Würzburger Basketballer haben in dieser Spielzeit tatsächlich Werbung in eigener Sache betrieben. Hätte es nicht den „Durchhänger“ in der zweiten Hälfte der Vorrunde gegeben, wären die Playoffs ohne Wenn und Aber dringewesen. Alle vermeintlichen Spitzenmannschaften hatten in dieser Saison mit den Würzburgern ihre liebe Not. Gegen alle, außer gegen Berlin, wurde tatsächlich auch gewonnen. Das ist ein Indiz für die Qualität, die in dieser Mannschaft steckt.

Leider wurde auf der anderen Seite aber gegen Teams verloren, gegen die man nicht verlieren sollte, wenn man in die Playoffs will: Erfurt, Bremerhaven, Göttingen – so etwas darf halt nicht passieren, erhalten die begeisternden Auftritte gegen die Spitzenclubs dadurch einen Makel.

Was der Würzburger Basketball nun braucht ist Kontinuität. Viele Fans würden sich freuen, wenn ein Großteil der Truppe hierbleiben dürfte beziehungsweise hierbleiben wollte. Dann hätte der neue Trainer auch sofort ein Pfund, mit dem er wuchern könnte. Aber Profi-Sport ist halt kein Wunschkonzert. Deshalb liegen nun spannende Wochen vor den Basketballern. Trotz des Saisonendes.