Kommentar

Erst die Lücken schließen

Archivartikel

Dieter Schwab zur Mobilfunk-Abdeckung in der Region

Wenn die Bundesnetzagentur neue UMTS-Lizenzen (Universal Mobile Telecommunications System) versteigert, herrscht Goldgräberstimmung. Kein Wunder, denn die Erlöse für den Bund lagen 2000 und 2010 im Milliardenbereich. Nur eines hat man noch nicht geschafft: Eine flächendeckende Versorgung bis in den letzten Winkel Deutschlands.

„Fortschritt kommt auf guten Straßen“ hieß es im 20. Jahrhundert. Heute gilt diese Aussage vor allem für das Kommunikationsnetz. Gleichgültig ob geteert oder digital: Wieder hat der ländliche Raum das Nachsehen.

Die Kommunen sind sogar bereit, in die eigene Tasche zu greifen, um eine Selbstverständlichkeit zu sichern, nämlich gleiche Bedingungen für alle. Das zeigt, wie kritisch dieses Thema für die Standortbewertung ist.

Voraussichtlich Anfang 2019 steht die Versteigerung für den künftigen Geschwindigkeitsstandard 5G an. Das wäre eine gute Gelegenheit, die Vergabe an klare Bedingungen zu knüpfen. Die neuen Frequenzen sollten erst freigegeben werden, wenn die Lücken im bestehenden Netz geschlossen sind.

 
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