Kommentar

Für eine glatte 1 reicht es nicht

Archivartikel

Michael Fürst zur Situation bei den Würzburger Kickers

Platz fünf aus der Vorsaison wiederholt, dazu die Qualifikation für den DFB-Pokalwettbewerb geschafft: Die abgelaufene Spielzeit war ein Erfolg für die Würzburger Kickers. Trotzdem reicht es nicht ganz zur Schulnote 1, da noch mehr drin gewesen wäre. Und das Streben nach Mehr muss der Grundantrieb im Profifußball sein. Ich gebe eine 2+. Mehr war vor allem vor den Spielen gegen Unterhaching und in Halle drin. Dort wäre es mit Siegen möglich gewesen, nochmals Relegationsplatz drei anzugreifen. In diesen Phasen hat Trainer Michael Schiele seine einzigen „öffentlichen“ Fehler gemacht, indem er tiefgestapelt und weiter vom Klassenerhalt gesprochen hat. Ansonsten muss man die Arbeit des Trainers loben, der das Team im September 2017 auf einem Abstiegsplatz übernahm und zweimal in Folge auf den fünften Platz geführt hat. Jetzt gilt es, die Erfolge als „Beschleuniger“ zu nutzen. Bei der Kaderplanung schleppt der FWK zu lange zu viele „Hängepartien“ mit sich herum. Und auch in Sachen Stadion müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden, um die Entwicklung voranzutreiben. Erst dann können die Kickers wieder ernsthaft an die 2. Liga denken.