Kommentar

Mit Pfund wuchern

Michael Fürst zur Situation bei den Würzburger Kickers

 

Mit Platz 5 haben die Würzburger Kickers nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und dem misslungenen Saisonstart das Optimum aus der Saison herausgeholt. Zur Erinnerung: Der FWK war Ende Oktober noch Tabellenletzter. Freilich hatten die Verantwortlichen in der Winterpause insgeheim noch auf Platz 4 oder 3 geschaut, doch die Bürde der schwachen Punktausbeute aus den Saison-Anfangswochen war einfach zu groß. Ob der 1907 gegründete, aber im Profifußball doch noch recht junge Verein nun dort auch wirklich richtig Fuß gefasst hat, muss er in der neuen Runde beweisen. Die Kickers hatten sehr früh Planungssicherheit für den Kader. Und dieses Plus muss sich in der Zusammenstellung der Mannschaft für die kommenden Saison auch niederschlagen. Allerdings zeigen zwei Fakten, dass sich die Kickers bereits ein Schutzschild gegen zu hohe Erwartungen aufgebaut haben: Die Protagonisten sprechen schon jetzt „von der stärksten 3. Liga in der kommenden Saison“. Dazu kommt die „Planänderung“, künftig mehr auf die Jugend setzen zu wollen. Die 2. Bundesliga wird nicht mehr „mit aller Gewalt“ anvisiert. Allerdings wird sie, vor allem für den ehrgeizigen und guten Trainer Michael Schiele, ein Ziel bleiben. Das Gros der Mannschaft ist nun eingespielt. Mit diesem Pfund müssen die Kickers in der neuen Runde wuchern. Platz 5 muss dann das Minimalziel sein.