Kommentar

Unerkannt und wenig anerkannt

Dieter Schwab zur „Aktion Ehrenamt“ im Main-Tauber-Kreis

 

Der eher hölzerne Begriff „Ehrenamt“ deckt in unserem Sprachgebrauch zwei Felder ab, die miteinander verwandt sind, weil sie im Grunde die gleiche Basis haben: Etwas für andere tun, ohne dafür bezahlt zu werden.

Ein Ehrenamt kann ein Wahlamt sein, also eine Funktion im öffentlichen Interesse, wie zum Beispiel Vereinsvorstandsmitglied, Schöffe oder Ortschaftsrat. Es kann aber auch einfach ein bürgerschaftliches Engagement sein ohne Bindung an eine Organisation.

In beiden Fällen gilt, dass unsere Gesellschaft nicht funktionieren könnte, hätten wir nicht die vielen Ehrenamtlichen. Sie decken in der staatlichen Gemeinschaft, in Kirche und Gesellschaft Aufgaben ab, die man selbst mit viel Geld nicht annähernd gleichwertig und effektiv bewältigen könnte.

Es ist eine Frage der Mentalität. Es liegt uns Deutschen einfach, aus eigenem Antrieb Probleme zu erkennen, anzupacken und Lösungswege zu organisieren. Da macht uns so schnell keiner etwas vor. Auch in der kleinen Welt unseres direkten Lebensumfelds nicht. All die vielen Freiwilligen machen einen wichtigen Teil unseres regionalen Zusammenlebens aus. Oft unerkannt, wenig anerkannt.

Die „Aktion Ehrenamt“ des Main-Tauber-Kreises und der Fränkischen Nachrichten soll zeigen, was diese Leuchttürme unserer Heimat zu leisten vermögen. „Aktion Ehrenamt“ ist kein Wettbewerb mit einem Sieger, sondern der Versuch, allgemein geschätzte Menschen zu finden, die durch ihren freiwilligen Einsatz zum Beispiel für Andere werden, damit es viele Sieger gibt, nämlich diejenigen, die auf ehrenamtliche Unterstützung bauen.

Bitte schicken Sie uns Vorschläge, wer für Sie ganz persönlich ein solcher „Leuchtturm der Heimat“ ist. Wie Sie uns Vorschläge einreichen können und auf welchem Weg die Aktionsjury zur Entscheidung kommt, ist auf dieser Seite ausführlich beschrieben.

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