Kommentar

Wagnis für alle

Diana Seufert über den Rettungsversuch für den Kindergarten

Es ist ein Wagnis, das man im Kindergarten St. Margaretha Zimmern eingehen will. Eine Gruppe, in der künftig Einjährige bis Sechsjährige gemeinsam betreut werden. Damit betreten die Erzieher Neuland. Denn eine solche Bandbreite ganz unterschiedlicher Altersstufen zu vereinen, erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Bereitschaft, Begeisterung und pädagogische Qualität.

Die Herausforderung will man annehmen, um die sonst drohende Schließung des Kindergartens abzuwenden. Und die wäre mit nur vier Kindern ab Herbst wohl nicht zu vermeiden.

Also hat man sich Gedanken gemacht, in alle Richtungen seine Fühler ausgestreckt und unkonventionelle Ideen entwickelt.

Ob die nun gefundene Lösung einer Altersmischgruppe der sprichwörtliche letzte Strohhalm für die katholische Einrichtung ist, muss sich im Laufe der nächsten Monate zeigen. Zumindest ist es eine gangbare Variante für den Fortbestand.

So können die Kleinen intensiv von den älteren Spielkameraden lernen, die größeren erwerben soziale Kompetenzen, die wichtig für die weitere Entwicklung sind. Rücksichtnahme und der allgemeine Umgang miteinander – davon können alle Sprösslinge profitieren.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn alle Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse. Krippenkinder brauchen eine andere Art der Aufmerksamkeit als Vorschulkinder. Und diese Bedürfnisse dürfen nicht vernachlässigt werden.

Letztlich entscheiden die Eltern über die Zukunft der Einrichtung. Wenn sie ihre Kinder in guten Händen wissen, könnte sich das Damoklesschwert der Schließung in Luft auflösen.