Kommentar

Wandel durch Musik?

Archivartikel

Olaf Borges zur Einführung der Singpause in Buchen

Freude und Begeisterung für das Singen und Musizieren will die Singpause wecken. Ganz nebenbei erhalten Kinder aller Schichten eine grundlegende musikalische Bildung. Doch die Singpause nach der Ward-Methode, die in Düsseldorf 2006 an den Start ging und seitdem viele Nachahmer gefunden hat, bewirkt weit mehr. Sie fördert die Kinder intellektuell – zu ihrem eigenen Nutzen, aber auch dem der Gesellschaft. Und sie erzeugt, nicht zuletzt durch die geplanten jährlichen Abschlusskonzerte, ein Gemeinschaftserlebnis. Und das in einem Alter, in dem das Erlebte noch prägend auf die jungen Menschen wirkt.

Wenn die Kinder Gemeinschaft positiv erleben und Gefallen daran finden, kann das die Gesellschaft verändern und einen Wandel zurück zu alten Werten ermöglichen. Wenn Horst Berger es schafft, seine Begeisterung auf die Schüler zu übertragen, könnte viel erreicht werden. Und vielleicht verliert das einsame Herumdrücken auf dem Handy ja an Stellenwert. Oder der Wille, in der Gemeinschaft wieder Verantwortung zu übernehmen, wird gestärkt. Die knapp 46 000 Euro wären gut investiert. Einen Versuch ist es allemal wert.