Krautheim

Gemeinderat Krautheim Viele Tagesordnungspunkte für das Gremium / Zahlreiche Gewerke für das Schulzentrum vergeben

Blockheizkraftwerk kostet 202 738 Euro

In der letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen war die Tagesordnung sowohl im öffentlichen, als auch im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung im Bürgersaal des Johanniterhauses voll.

Krautheim. Zu Beginn der Sitzung, zu der auch einige interessierte Zuhörer gekommen waren, verlieh Bürgermeister Andreas Köhler neun Mitgliedern des Gemeinderates, für ihre lange ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit die Ehrennadel des Gemeinderates.

Nachdem es zum ersten Punkt „Bürgerfragen“ keine Wortmeldungen gab befasste sich das Gremium beim nächsten Punkt mit einer weiteren Auftragsvergabe für die Modernisierung der Energieversorgung am Schulzentraum. So wurde der Auftrag für das Blockheizkraftwerk in Höhe von 207 738 Euro an die Firma Comuna Metall (Enger) vergeben, wie auch die Arbeiten für die Heizungstechnik in Höhe von 230 142 Euro an die Firma Lignasol (Starzach). Der Gemeinderat ermächtigte zudem Bürgermeister Köhler, den Auftrag für das letzte Gewerk, die Elektroarbeiten nach erfolgter Submission an den günstigsten Anbieter zu vergeben.

Effiziente Beleuchtung

Wie Bürgermeister Köhler beim nächsten Punkt der Vergabe, der Lieferung von LED-Leuchtkörpern für die Umstellung der Straßenbeleuchtung im Ginschbachtal erläuterte, ist geplant, diese weiter fortzusetzen. Nachdem im vergangenen Jahr in Krautheim im Bereich des Schulhofes und entlang der Bergstraße auf eine effiziente Beleuchtung umgestellt wurde, ist in diesem Jahr die Umstellung in den Ortsteilen Ober- und Unterginsbach sowie Altkrautheim vorgesehen, wo insgesamt 177 Leuchten ausgetauscht werden sollen. Im Haushalt ist hierfür ein Betrag von 92 000 Euro eingestellt. Das preisgünstige Angebot legte die Firma Fischer und Zander zum Preis von 70 288 Euro vor, die auch den einstimmigen Zuschlag des Gemeinderates erhielt.

Die Ausführung der Maßnahme soll nach den Worten des Bürgermeisters bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein, der auch darauf hinwies, dass je nach Finanzlage der Stadt die weitere energiesparende Umstellung in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll.

Die Anschaffung einer Befahrungskamera für die Abwasserbeseitigung, mit der sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung befasste, stand erneut auf der Tagesordnung, da noch ein Klärungsbedarf über die technische Ausführung bestanden hatte.

Nach kurzer Beratung sah der Gemeinderat die Beschaffung als eine „sinnvolle Sache“ an und bestätigte den damals gefassten Beschluss, eine solche Kamera jetzt endgültig zum Preis von 17 838 Euro anzuschaffen. Zuvor gingen nochmals umfangreiche Informationen zum Kauf von Ewald Leuser, vom Abwas-serzweckverband Mittleres Jagsstal, voraus, der dem Gremium die Arbeitsweise dieses Gerätes nochmals erklärte.

Seit dem Jahre 2003 saniert die Stadt Krautheim die Abwasserkanäle der Stadt. Zwischenzeitlich ist man mit den Arbeiten aber weit fortgeschritten, denn seit 16 Jahren arbeitet man erfolgreich mit dem Kreisbauamt des Landratsamtes des Hohenlohe-Kreises zusammen. Für weitere Bereiche im Stadtgebiet sowie in den Stadtteilen sollen nunmehr die festgestellten beschädigten Abschnitte in „geschlossener Bauweise“ saniert werden. Die Ausschreibung erfolgte über das Landratsamt.

Nach Überprüfung der Einheitspreise der vier abgebenden Firmen hat die Firma Diringer und Scheidel aus Mannheim das preisgünstigste Angebot in Höhe von 110 461,75 Euro eingereicht, die auch einstimmig den Auftrag erhielt.

Die Erschließung der Urbanstraße in Klepsau erfolgte in den Jahren 2015 und 2016 innerhalb des Bebauungsplanes „Straßenäcker“. Durch die Erweiterung des Baugebietes, so der Bürgermeister, konnten insgesamt 20 neue Bauplätze geschaffen werden, die mittlerweile alle verkauft sind. Die Beitragsschuld für Erschließungsbeiträge entsteht, sobald die Tatbestandmerkmale für alle Teilstücke erfüllt ist. Die Urbanstraße ist als Anbaustraße anzusehen und damit beitragspflichtig. Der Gemeinderat beschloss die endgültige Herstellung der Erschließungsmaßnahme zum 1. Oktober 2018, dadurch ist die Bringschuld für die Erschließungsanlage „Urbanstraße“ mit der Feststellung entstanden.

Beim nächsten Punkt gab Bürgermeister Köhler einen kurzen Zwischenstand über die geplante Installation einer weiteren Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grund- und Werkrealschule. Durch die derzeitige Einspeisevergütung gestaltet sich das Projekt als wirtschaftlich schwierig.

Zur Abgabe eines Angebotes wurden drei Firmen aufgefordert. Bisher liegen noch keine konkreten Angebote vor. Mit einem Ergebnis wird bis zur nächsten Sitzung Anfang Juni gerechnet.

In der Abteilungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Gommersdorf am 9. Februar wurden Johannes Retzbach als Abteilungskommandant und Jonas Kaiser als sein Stellvertreter gewählt.

Nach dem Vorschlag der Verwaltung wurden beide Herren nach den Regelungen des Feuerwehrgesetzes einstimmig in ihren neuen Ämtern bestätigt.

Für die Grund- und Werkrealschule wird im Rahmen der Sanierung die Anschaffung neuer, moderner Schultafeln erforderlich. Im Haushalt 2019 sind, so der Bürgermeister, die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden. Bereits gekauft wurden sechs Tafeln im Wert von 7304,22 Euro.

Jetzt sind noch weitere 18 Doppelpylonentafeln zum Preis von 23 112 Euro anzuschaffen, deren Kauf mit dem Rektor und dem Lehrerkollegium abgestimmt ist. Der Kauf soll schnellstens vollzogen werden. Den Auftrag erhielt die Firma Objektmöbel Lotter aus Tauberbischofsheim.

Bauschäden behoben

Unter Punkt Informationen informierte Bürgermeister Köhler dass die bei der Erschließung des Baugebietes „Untere Au 4“ in Gommersdorf entstanden Bauschäden von der bauausführenden Firma zwischenzeitlich behoben wurden. In der kommenden Woche soll der Asphaltbelag in der Neubaustraße aufgebracht werden.

Die Straßensanierung der L 515 und L 1025 durch die Baufirma Weiss ist, wie Bürgermeister Köhler sagte, bestens gelungen.

Er habe sich bereits bei der Firma für die gute Ausführung bedankt. Für den Spielplatz im Schulzentrum sollen weitere Spielgeräte angeschafft werden. Dadurch wird der Schulhofbereich noch attraktiver werden. Von den anfallenden Kosten in Höhe von 25 000 Euro wird die Stadt als deren Anteil 10 000 Euro übernehmen.

Als letzte Information wies Köhler auf das am kommenden Wochenende stattfindende Burgfest mit einem attraktiven Programm hin. Ein nichtöffentlicher Teil schloss sich an.