Krautheim

Hohenloher Kultursommer „Hot Club de Cologne“ zu Gast

Klassiker, Modernes und Eigenkompositionen

Hohebach.1934 gründeten der Gitarrist Django Reinhardt und der Geiger Stéphane Grappelli in Paris auf Anregung von Pierre Nourry und Charles Delaunay vom „Hot Club de France“ ein Quintett, das sie auch nach diesem Jazzclub benannten. Im gleichen Jahr erschien nach etlichen Auftritten in diesem Club auch die erste Platte dieses Quintetts, dem noch Joseph Reinhardt und Roger Chaput als Gitarristen und Bassist Louis Vola angehörten.

Abgesehen von kleineren Umbesetzungen blieb das Quintett um Reinhardt und Grappelli bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs bestehen und wurde danach wiederbelebt. Allerdings bezog Reinhardt nun auch die von Hubert Rostaing gespielte Klarinette mit ein. Klavier und Schlagzeug kamen hinzu. Die originale Besetzung nur mit Saiteninstrumenten wurde nicht mehr aufgenommen. Auf die bezieht sich das Quartett „Hot Club de Cologne“ mit dem Sologitarristen Peter Kowal, dem Rhythmusgitarristen Tin Henger, dem Jazzgeiger Radek Stawarz und dem Bassisten Stefan Rey, die beim Hohenloher Kultursommer am Samstag, 16. Juni, um 18 Uhr im Zehntkeller von Hohebach zu hören sein werden.

Neben Reinhardt-Klassikern des Sinti Swing wollen die jungen Jazzer in der Reihe „Talentkeller“ des Musikfestivals auch modernere Standards und Eigenkompositionen spielen. Heraus kommt ein lebendiger Ansatz, der sich nicht dogmatisch an den Jazz-Manouche klammert, sondern der die musikalischen Wurzeln der einzelnen Mitglieder integriert.