Krautheim

Im Gemeinderat Krautheim Auslastung und Anmeldezahlen zeigen Handlungsbedarf / Gesamtkonzeption wird in nächster Sitzung behandelt / Weitere Beschlüsse

Klepsau bekommt dritte Krippengruppe

Archivartikel

Krautheim.Mit dem Schwerpunktthema „Kindergarten/Krippengruppen“ befasste sich der Krautheimer Gemeinderat in der jüngsten Sitzung vom Donnerstagabend. Dabei wurde der Handlungsbedarf anhand der aktuellen Auslastungszahlen einschließlich bereits erfolgter Anmeldungen bis ins Jahr 2019 hinein deutlich. Die Einrichtung einer dritten Kripppengruppe im Kindergarten Klepsau wurde daher ebenso beschlossen wie die Fortführung der Gesamtkonzeption für alle Kindergärten, die voraussichtlich in der Juni-Sitzung weiter beraten werden soll.

Bürgermeister Andreas Köhler erläuterte eingangs, dass die folgenden Überlegungen und Maßnahmen nicht als endgültig zu betrachten seien. „Es handelt sich vielmehr um eine Daueraufgabe, bei der wir fortlaufend auf neue Entwicklungen eingehen müssen“.

Kindergärten Thema

Im Vorfeld habe am 12. April ein Gespräch mit der katholischen Verrechnungsstelle stattgefunden, zudem sei über das Thema nichtöffentlich vorberaten worden.

Anschließend ging Köhler auf die derzeitige Auslastungslage der insgesamt fünf kommunalen/kirchlichen Kindergärten im Stadtgebiet ein. „Die derzeitigen Kapazitäten bei Krippenplätzen sind aufgrund von Bedarfssteigerungen ausgeschöpft. Zudem ist weiterer Bedarf angemeldet und ersichtlich“.

Köhler verdeutlichte diese Einschätzung anhand bereits vorliegender Anmeldungen in den einzelnen Kindergärten bis zum März 2019, welche Handlungsbedarf erkennen ließen. Im Zuge der seit geraumer Zeit vom Gemeinderat geforderten stadtweiten Kindergarten-Konzeption stellte Köhler einen vier Punkte umfassenden Vorschlagsplan vor.

Vorhaben

1. Einrichtung einer dritten Krippengruppe im Kindergarten Klepsau ab September unter katholischer Trägerschaft sowie Einreichung der entsprechenden Förderanträge. Bei Gesamtkosten von knapp 86 000 Euro und möglicher Förderung von 55 400 Euro verbliebe ein außerplanmäßiger städtischer Eigenanteil von 24 000 Euro.

2. Vorbereitung für einen Anbaus im Kindergarten Gommersdorf zur späteren Erweiterung auf eine zusätzliche Krippengruppe. Eine Bauvoranfrage wurde bereits gestellt, Planungen/Vorarbeiten zur Einreichung eines Baugesuchs sollen bis zur Genehmigungsfähigkeit voran getrieben werden. Details hierzu, insbesondere zu den Kosten, sollen im Zuge der kommenden Haushaltsberatungen debattiert werden. Bei weiter bestehendem Bedarf soll eine Umsetzung in den Jahren 2019/2020 erfolgen.

3. Prüfung der Möglichkeit zur Erweiterung auf eine Großgruppe im Kindergarten Unterginsbach von 22 auf 35/36 Kinder, zusammen mit dem Kommunalverband Jugend/Soziales (KVJS).

4. Untersuchung der Optionen Neubau/Sanierung im Kindergarten Unterginsbach. Hierzu stehen im laufenden Haushalt noch 9000 Euro Planungskosten bereit. Nach vorliegender Schätzung wird mit Sanierungskosten von 274 000 Euro gerechnet. Am 9. Mai ist hierzu ein Vor-Ort-Termin mit der KVJS angesetzt.

Drei Punkte wurden vertagt

Auf Antrag von Ratsmitglied Thomas Dubowy wurden die Punkte 2 bis 4 in der Beschlussfassung, bei drei Gegenstimmen, zurückgestellt.

Punkt 1 wurde einstimmig befürwortet, die weiteren Punkte sollen nach dem Ortstermin in Unterginsbach zum anschließend baldmöglichsten Zeitpunkt entschieden werden. Köhler sagte eine Berichterstattung zum Ortstermin in der Sitzung am 14. Juni zu. Die Ermächtigung zur Vergabe der Arbeiten für die Schaffung der dritten Krippengruppe in Klepsau wurde einstimmig erteilt.

Weiterhin wurden vier Personen zur Aufnahme in die Vorschlagsliste der Schöffenwahl für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 einstimmig gewählt: Jutta Kobald, Peter Trefz, Siegfried Götzelmann (alle Krautheim) und Margit Retzbach (Gommersdorf). Im Zuge der neunten Fortschreibung des Flächennutzungsplans wurde die Aufnahme einer Fläche für ein Hüttengebiet (Holz-/Maschinenhallen) auf dem Flurstück Nr. 377 in Unterginsbach bei einer Enthaltung beschlossen. chha