Krautheim

Gemeinderat Krautheim Neben der Verabschiedung des Haushaltsplans war die Forstreform ebenso Thema wie die Erweiterung des Kindergartens in Gommersdorf

Michael Hedtke spendete bereits 125 Mal Blut

Archivartikel

Krautheim.Ein intensiver Meinungsaustausch zu einzelnen Punkten fand in der Sitzung des Gemeinderates am Schmutzigen Donnerstag im Bürgersaal des Johanniterhauses statt. Dabei standen die Verabschiedung des Haushaltsplans 2019 einschließlich der Wirtschaftspläne (die FN berichten noch), die bevorstehende Forstreform, der Ausbau der Bushaltestellen sowie ein eigener Bauantrag zur Erweiterung des Kindergartens in Gommersdorf auf der umfangreichen Tagesordnung.

Auf den Punkt „Bürgerfragen“, es gab keine Meldungen, folgte die Ehrung von 24 Blutspendern durch Bürgermeister Köhler und unter Assistenz von Beatrix Bopp vom DRK-Ortsverein Krautheim.

Ehrenurkunden erhielten für zehnmaliges Blutspenden: Andreas Diller, Hildegard Ehnle, Annika Eichhorn, Michael Geißler, Marlen Geißler, Rene Hefner, Christine Herrmann, Sandra Hüttel, Sebastian Kappes, Klaus Rüdenauer und Fabian Schmitt.

Engagement gewürdigt

25 Mal Blut gespendet haben Johanna Bork, Gerlinde Haupt, Walburga Schmeißler und Helmut Zürn. Für 50-maliges Blutspenden wurden Edith Haun, Manfred Leuser, Gabriele Throm und Gabriele Trabold- Jäger geehrt, für 75-malige Blutspende Bettina Amann und Wilhelm Zürn. 100 Mal Blut gespendet haben Herbert Hefner und Werner Stöcklein. Einen besonderen Applaus gab es für Michael Hedtke, der 125 Mal sein Blut gespendet hat. Zusätzlich zur Urkunde gab es ein Präsent der Stadt.

Weiterer Punkt der Sitzung war die bevorstehende Kommunalwahl. Der Gemeinderat legte einstimmig, auf Vorschlag der Verwaltung, die Besetzung des Gemeindewahlausschusses fest. Zum Vorsitzenden wurde Klaus Bruder gewählt (Stellvertreter: Viktor Tuchscher). Beisitzer sind Friedbert Hügel, Hubert Schäfer, Thomas Hartmann und Ewelyne Liegl (Stellvertreter: Klaus Kappes, Erwin Beck, Philipp Riegler und Elvira Nied).

Durch die im Jahre 2020 anstehende Forstreform sind, wie Bürgermeister Köhler bei der Erläuterung des umfangreichen und schwierigen Sachverhaltes verdeutlichte, bereits in diesem Jahr für den Kommunalwald die forsttechnische Betriebsleitung und der forstliche Revierdienst (Beförsterung) sowie die Holzvermarktung (Holzverkauf) zu regeln.

Zukünftig solle man, so sieht es eine vorliegende Absichtserklärung der unteren Forstbehörde des Hohenlohekreises vor, als Mitglied in einer Landkreis übergreifenden Holzverkaufsorganisation eintreten und mit dieser zusammenarbeiten.

Nach eingehender Beratung und Nachfragen aus dem Gremium zu diesem nicht einfachen Thema stimmte der Gemeinderat, nachdem es für die Stadt hier eigentlich keine Alternative gibt, schließlich zu, den Bürgermeister zu ermächtigen, die Verträge nach Vorliegen des rechtlich geprüften und zwischen MLR und kommunalen Landesverbänden abgestimmten Mustervertrag zu den genannten Sätzen mit dem Landkreis abzuschließen.

In Zusammenhang mit der Sanierung der L 515 von der Kreuzung der L 1025 (Götzstraße) wird geplant, die beiden Bushaltestellen an der „Mälzerei“ barrierefrei umzubauen. Die Gesamtkosten für den Umbau der beiden Haltestellen, so der Bürgermeister in seinen Erläuterungen, werden auf brutto 35 000 Euro gerechnet. Ein konkretes Angebot der Baufirma Weiss lag dem Gemeinderat vor. Aufgrund der anstehenden Sanierung der Landstraße sei eine gewisse Dringlichkeit geboten, sagte Bürgermeister Köhler.

Der Gemeinderat war der Meinung, dass diese Maßnahme durchaus Sinn mache und ermächtigte einstimmig die Verwaltung, die Firma Weiss mit dem Umbau der beiden Bushaltestellen an der „Mälzerei“ zu beauftragen. Die Maßnahme ist im Haushaltsplan 2019 eingeplant und soll alsbald beginnen. Ohne Fragen hat das Gremium den anschließend von Bürgermeister Köhler vorgelegten Spendenbericht zur Kenntnis genommen. Der eingegangene Spendenbetrag belief sich auf 28 200 Euro.

Unter dem Punkt „Informationen des Vorsitzenden“ teilte Bürgermeister Köhler mit, dass die Verwaltung derzeit verschiedene Angebote zum geplanten Breitbandausbau in Krautheim einholt.

Bemängelt wurde der Ausbau der „Unteren Austraße“ im Baugebiet in Gommersdorf. Ein Gemeinderat bezeichnete die Arbeiten als „Pfusch“. Die Beanstandungen werden durch die Baufirma beseitigt, die auch für die Kosten aufkommt. Auf die Stadt Krautheim kommen keine Mehrkosten zu.

Ein Naturrad-Trail mit „besonderen Eigenheiten“, der auch erwandert werden kann, so Bürgermeister Köhler, soll auf den Gemarkungen Altkrautheim, Klepsau und Messbach eingerichtet werden. Die Ortschaftsräte von Klepsau und Altkrautheim wurden in das Projekt mit eingebunden und hatten keine Einwände.

Betreut und ausgeführt soll der „tolle und romantische Weg“ durch die Naturfreunde aus Öhringen: „Eine weitere Attraktion für das Jagsttal“.

Zweckmäßiger Anbau

Beim nächsten Punkt hatte der Gemeinderat über einen eigenen Bauantrag zu befinden. Am Kindergarten Gommersdorf soll ein zweckmäßiger Anbau mit Gruppen-, Ruheraum und Sozialräumen mit WC-Anlage erfolgen.

Der Ortschaftsrat hat sich für das Bauvorhaben eingesetzt. Gegen die von Bürgermeister Köhler vorgestellten Pläne hatte der Gemeinderat keine Einwände und stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.