Krautheim

Gemeinderat Krautheim Erdbestattungen zukünftig als Dreierlösung durch Bodenverband / Planungsänderung beim Kindergarten Unterginsbach

„Neubau auf der grünen Wiese“ geplant

Krautheim.In überschaubarem Rahmen verlief die jüngste Sitzung des Krautheimer Gemeinderats am vergangenen Donnerstag. Innerhalb der rund 60 öffentlichen Minuten tagte das Gremium zu den Themen „Erdbestattungen“ und „Planänderung/Neubau Kindergarten Unterginsbach“. Dabei fielen die Abstimmungen zu den Vorlagen jeweils einstimmig positiv aus.

Nachdem der bisherige Bestattungsunternehmer Bruno Müller aus Oberndorf seine Tätigkeit zum Ende des Jahres beenden wird, führten die Stadt Krautheim und die Gemeinde Dörzbach eine gemeinsame Ausschreibung der Erdbestattungstätigkeiten für beide Kommunen durch.

Mangels Bewerbern wurden im Anschluss Gespräche zwischen den Kommunen Krautheim, Schöntal und Dörzbach geführt, da alle drei Gemeinden vor dem Problem eines absehbar fehlenden Erdbestatters stehen.

Der Bodenverband – als Einrichtung der sieben Gemeinden Krautheim, Dörzbach, Schöntal, Mulfingen, Künzelsau, Ingelfingen und Weißbach – hat diese Tätigkeiten schon des Öfteren ausgeführt, auch in den betroffenen Kommunen.

Daher hat man sich an Wolfgang Schneider als Vorsitzenden des Verbandes gewandt, um abzuklären, ob der Bodenverband diese Tätigkeiten für Krautheim, Schöntal und Dörzbach ausführen kann, was auch zugesagt wurde. Die Zahl der Erdbestattungen liegt in Krautheim im Bereich von 20 bis 40 pro Jahr.

Da zunehmend Urnenbestattungen stattfinden, sowohl Erdurnenbestattungen wie auch Bestattungen in der Urnenwand und in den Grabkammern, geht die Zahl der normalen Erdbestattungen in der Kernstadt deutlich zurück, während sie in den Teilorten weiter deutlich überwiegt.

Zur Durchführung dieser Erdbestattungen mit Hilfe des Bodenverbandes ist es erforderlich, dass in diesen drei Jagsttal-Gemeinden ein mobiler Erdcontainer für den Grabaushub angeschafft wird (Standort noch offen).

Die Kosten hierfür betragen etwa 10 000 bis 12 000 Euro für alle drei Gemeinden zusammen. Die Preise für diese Erdbestattungen, welche als Anlage beilagen, werden bei der Fortschreibung der Gebührenordnung mit berücksichtigt.

Im Zuge der Beauftragung des Bodenverbandes wird eine verstärkte personelle Präsenz der Bauhofmitarbeiter bei Bestattungen notwendig werden. Die Vertragslaufzeit beträgt jeweils zwei Jahre, mit einjähriger Verlängerung. „Sollte sich diese Lösung als nicht tragfähig erweisen, ist über einen mobilen Erdcontainer je Gemeinde nachzudenken“, wie Bürgermeister Andreas Köhler ausgangs anmerkte. In der Diskussion erläuterte Bauamtsleiter Ralf Markert zudem noch den genauen Ablauf des Containereinsatzes.

Nachdem in der Oktober-Sitzung durch Architektin Margit Munz mehrere Szenarien für Baumaßnahmen am Kindergarten Unterginsbach vorgestellt wurden (die FN berichteten), gab Bürgermeister Köhler nun bekannt, dass „wir nach Beratung in nichtöffentlicher Sitzung die Variante Neubau auf der grünen Wiese wagen“. Damit wurde die zuvor bevorzugte Option einer Grundsanierung wieder fallengelassen. Weiterverfolgt wird dagegen die Ausrichtung als dreigruppige Einrichtung, nach aktuellem Stand mit einer VÖ-Gruppe und zwei Krippengruppen. Köhler: „Damit reagieren wir auf zukünftige Anforderungen, die sich bereits heute abzeichnen“.

Architektin Munz, die auch weiterhin für die Planung zuständig sein wird, hat der Verwaltung ein angepasstes Angebot für die Planphasen eins bis vier in Höhe von 36 782 Euro brutto, bei entsprechenden Baukosten von 819 000 Euro, vorgelegt. Diese Plankosten sind zuschussfähig. Die Gesamtkosten werden – hochgerechnet – nach derzeitigem Stand etwa 1,5 Millionen Euro betragen.

Der kommunale Kindergarten Unterginsbach wird von insgesamt drei Teilorten genutzt. „Daher muss die Anfahrbarkeit sehr gut sein“, ergänzte Köhler. Die Einbeziehung des direkt angrenzenden Grundstücks, welches in städtischem Besitz ist, werde überlegt.