Krautheim

Baugebiet „Untere Au“ in Gommersdorf Arbeiten zur Erschließung sind abgeschlossen / 17 neue Bauplätze stehen zur Verfügung

„Viele junge Leute werden hier bauen“

Archivartikel

Nach rund einjähriger Bauzeit sind die Arbeiten zur Erschließung des neuen Baugebietes „Untere Au“ im Krautheimer Stadtteil Gommersdorf fertiggestellt.

Gommersdorf. Das Ende der Bauzeit in der „Unteren Au“ und die Einweihung wurden in der neuen Verbindungsstraße im Beisein vieler Einwohner sowie zahlreicher Ehrengäste bei herrlichem Sommerwetter gebührend gefeiert.

Ortsvorsteher Joachim Essig begrüßte besonders Bürgermeister Andreas Köhler, Gabriel Mütsch, Luise Zipf sowie Bauleiter Karl-Heinz Bliersbach vom Planungsbüro Mütsch (Tauberbischofsheim), als Vertreterin der bauausführenden Firma Schweikert (Oberkessach) Chan Blanck, sowie Pfarrer Bernhard Metz. Weitere Grußworte galten den seitherigen und neu gewählten Mitgliedern des Gemeinde- und Ortschaftsrates.

Vor 30 Jahren sei, so Ortsvorsteher Essig, das letzte Neubaugebiet in Gommersdorf entstanden. Umso mehr freue man sich, dass es nun endlich soweit sei, das neue Baugebiet „Untere Au“ einzuweihen. Eine neue Verbindungsstraße wurde gebaut und 17 Bauplätze in schöner Lage erschlossen. „Viele junge Familien werden hier ein Wohnhaus errichten und sich in die Dorfgemeinschaft integrieren und einbringen“, ist sich der Ortsvorsteher sicher. Das sei wichtig für die Gemeinde.

Elf Bauplätze bereits verkauft

Aktuell, so der Ortsvorsteher, seien bereits elf Bauplätze verkauft und einige davon reserviert. Wie Essig weiter sagte, sei er in dem Zusammenhang sehr stolz, dass es gelungen ist, den Anbau einer Krippengruppe am bestehenden Kindergarten zu realisieren. „So ist unser Gommersdorf für die Zukunft gut aufgestellt und ein attraktiver Lebensmittelpunkt auch für junge Familien“.

In diesem Zusammenhang galt ein Dankeschön Bürgermeister Andreas Köhler und dem Gemeinderat, dass sie sich für die Entstehung dieses Neubaugebiets eingesetzt haben. Einen kräftigen Applaus gab es zudem für Bürgermeister Köhler, der zusagte, die Kosten für Speisen und Getränke an diesem Tag zu übernehmen.

Ein Willkommen des Bürgermeisters galt den Bürgern, die zu der „bedeutenden Einweihungsfeier“ des neuen Baugebiets im Gommersdorfer „Talblick“ gekommen waren, das er nunmehr an die Bauwilligen übergeben dürfe.

Nach jahrzehntelangem Stillstand habe der Gemeinderat nach konkreten Anfragen aus Gommersdorf beschlossen, ein Baugebiet mit 17 Bauplätzen zu erschließen, von denen die meisten schon verkauft seien. Die Initialzündung seien damals die Workshops und die Zukunftswerkstatt bei den Vorbereitungen einer großen Feld-, Wald- und Dorfflurbereinigung gewesen.

Nachdem in den Jahren 2016 und 2017 junge Gommersdorfer ihre Bauabsichten äußerten, habe die Verwaltung die Wünsche aufgenommen und am 19. Juli 2017 einen Beschluss im Gemeinderat herbeigeführt. Der Verkaufspreis pro Quadratmeter liege erschlossen bei 72 Euro und sei im Vergleich zu den Nachbargemeinden sehr niedrig. Das solle den einheimischen Bauwilligen helfen, ihren Wunsch nach einem Eigenheim umzusetzen.

Die Gesamtkosten mit Grunderwerb, Erschließung und Planung liegen bei rund 875 000 Euro. In Gommersdorf wird demnächst, so Bürgermeister Köhler, noch der Krippenanbau an den katholischen Kindergarten ausgeführt – auch das im Hinblick auf die wachsende Bevölkerung und den zunehmenden Bedarf. Sein Dank galt dem aus dem Gemeinderat ausscheidenden Ortsvorsteher Joachim Essig für seine tolle Arbeit und für die immer wieder gute Kooperation mit der Stadtverwaltung. Köhler dankte auch dem Ortschaftsrat, der immer zielgerichtet und gut für Gommersdorf gewirkt habe. Köhler hofft, dass sich dies mit den neuen Gemeinde- und Ortschaftsräten und auch den Ortsvorstehen zukünftig so fortsetzen möge, „denn es gibt in den nächsten Jahren hier einiges zu tun“. Dabei nannte der Bürgermeister die geplante Dorfflurerneuerung, eine weitere Baugebietserweiterung sowie die Breitbandversorgung.

Sein abschließender Dank galt sowohl dem planenden Büro Mütsch als auch der bauausführenden Firma Schweikert.

Bäume gepflanzt

Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten zwei Tage zuvor in der Straße zwei neue Säulenbuchen zur Erinnerung an den Tag gepflanzt.

Die Segnung nahm Pfarrer Bernhard Metz vor. Er dankte für die Einladung und sagte, es sei nicht selbstverständlich, dass man zur Erschließung eines Neubaugebiets den göttlichen Segen erbitte. „Die neue Straße ist etwas Verbindendes, wie auch unser Leben ein Weg ist“, sagte Metz.

Gemeinsam freuen

Gemeinsam könne man sich nun über die schöne Straße freuen. Dass das Baugebiet erschlossen ist, sei ein Anlass zum Feiern. Nach Gebeten, auch für die jungen Familien, die dort bauen werden, nahm Pfarrer Bernhard Metz die Segnung der Straße vor.

Der Pfarrer bedankte sich auch bei allen, die sich bei der Kommunalwahl zur Wahl stellten, und gratulierte den Gewählten. Metz sagte im Namen der Seelsorgeeinheit Krautheim-Ravenstein-Assamstadt zu, dass diese an einer kooperativen Zusammenarbeit sehr interessiert sei. Ortsvorsteher Essig bedankte sich bei allen Helfern für die Mitwirkung bei der Feier wie auch bei der Blaskapelle Gommersdorf unter der Leitung von Dirigent von Erich Loss, welche die Feier musikalisch mitgestaltete.