Krautheim

Hohenloher Kultursommer Pianist Herbert Schuch gestaltet das Konzert am 17. Juni

Von leicht bis scheinbar unspielbar

Schöntal.Einen Blick auf Ludwig van Beethovens Art des Komponierens für das Klavier bietet am Sonntag, 17. Juni, der Pianist Herbert Schuch beim Hohenloher Kultursommer im Festsaal des Bildungshauses von Kloster Schöntal. Vier Klaviersonaten Beethovens hat er für das um 17 Uhr beginnende Konzert auf das Programm gesetzt.

Zu Beginn erklingen die von Beethoven sogenannten leichten Sonaten in g-Moll und G-Dur op. 49. Beide zweisätzige Werke entstanden entgegen ihrer an der Veröffentlichung orientierten Opuszahl zwischen 1795 und 1798. 16 Jahre später schrieb Beethoven die e-Moll-Sonate op. 90, die ebenfalls zu hören sein wird.

Beschlossen wird das Konzert von Herbert Schuch mit Beethovens B-Dur-Sonate op. 106, die in ihrem Zweitdruck die Bezeichnung „Große Sonate für das Hammerklavier“ erhielt. Sie galt lange Zeit als unspielbar. Erst 37 Jahre nach ihrer Vollendung 1819 – nach zwei Jahren Komposition – wurde sie von Franz Liszt in Paris erstmals öffentlich gespielt.

Vor allem die beiden Ecksätze des viersätzigen „in drangvollen Umständen“ geschriebenen Werks stellten und stellen die Interpreten vor große technische Herausforderungen. Hinzu kommt, dass Beethoven innerhalb der Sätze die klassischen Formen sprengt. So gesehen können die Konzertbesucher in diesem Konzert eine Entwicklung von klassischer Einfachheit hin zur Infragestellung des Klassischen erleben.