Kreuzwertheim

Gemeinderat tagte Gremium folgte den Empfehlungen des Bau- und Umweltausschusses / Wurzeln drücken auf Friedhofsmauer

20 Wohnmobilstellplätze in Mainvorland

Die Wohnmobilplätze im Mainvorland und die Sanierung der Friedhofsmauer waren am Dienstag in der Sitzung des Kreuzwertheimer Gemeinderats die zentralen Themen.

Kreuzwertheim. Wie Bürgermeister Klaus Thoma erklärte, sei über eine denkbare Anordnung der Wohnmobilstellplätze bereits in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses beraten worden. Seit 2010 erheben die Gemeinde für das Parken eines Wohnmobiles auf dem Festplatz eine Gebühr. Jedoch sei damals noch keine Platzordnung festgelegt und auch die Anzahl der Stellplätze offen gelassen worden.

Inzwischen gebe es eine Platzordnung, jedoch keine Einteilung und somit Begrenzung der Stellplatzanzahl. Die Stellplatzordnung habe sich in der Praxis als richtig und notwendig erwiesen. Der Platz ziehe immer mehr Besucher und in Spitzenzeiten bis zu 40 Wohnmobile an. Eine Regelung seitens der Gemeinde sei also dringend geboten.

Es werde vorgeschlagen, so Thoma, bodenebene Markierungen in Form von eingelassenen, farbigen Pflastersteinen oder Rundpfosten zu installieren. Gleichfalls soll eine Nummerierung der Stellplätze erfolgen.

Der Bürgermeister bezeichnete die Kosten für Material und Arbeitsaufwand als relativ gering. Die Stellplätze könnten rund 4,5 bis fünf Meter breit werden. Der Bau- und Umweltausschuss habe in einem Empfehlungsbeschluss die Auffassung vertreten, die Anzahl auf maximal 15 bis 20 zu beschränken.

Andreas Schmidt befand 20 Plätze für gut und sprach sich für eine rechtsverbindliche Beschilderung aus. Günter Kohrmann verdeutlichte, letztlich müsse kontrolliert werden, egal um wie viele Plätze es sich handele.

Das Gremium entschied sich mehrheitlich für die Parzellierung von maximal 20 Wohnmobilstellplätzen mit den entsprechenden Markierungen. Steffen Schütz, Margarete Glowienka, Frank Theobald, Alexander Schwarz und Reinhold Dosch stimmten dagegen.

Dann ging der Bürgermeister auf die Standsicherheit und eventuelle Sanierung der Friedhofsmauer entlang der Lengfurter Straße in Kreuzwertheim ein. Diese wurde vom Bau- und Umweltausschuss am 25. September in Augenschein genommen. An manchen Bereichen sei eine Neigung der Mauer in Richtung Friedhof deutlich erkennbar. Ursachen für die Schädigung seien die Wurzeln der inzwischen sehr groß gewordenen Bäume zwischen der Mauer und dem Gehweg an der Lengfurter Straße.

Handlungsbedarf

Es lasse sich nicht sagen, so Thoma, wie lange die Mauer noch Bestand habe. Es sei damit zu rechnen, dass durch Wurzeldruck ein Teilstück nach innen Richtung Friedhof einbreche. Handlungsbedarf werde für 2019/2020 gesehen. Eine Sanierung oder ein Erhalt der Mauer sei nur sinnvoll, wenn die Bäume entfernt würden. Ein Kappen von Wurzeln würde die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleisten.

Der Bau- und Umweltausschuss sehe eine Sanierung der Mauer nur dann als sinnvoll an, so Thoma, wenn zuvor die Baumreihe entfernt werde. Ob auf diesem Grünstreifen wieder eine Ersatzpflanzung vorgenommen werde, könne zu gegebener Zeit entschieden werden. Zunächst sollten die Kosten ermittelt, anschließend die Investition in der Finanzplanung aufgenommen werden. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, im Friedhof optisch sichtbare Ersatzbepflanzungen vorzunehmen.

Georg Wolpert vom Bund Naturschutz zeigte sich einverstanden, dass die Bäume wegkommen. Ein Kahlschlag jedoch sei optisch und vom Naturschutz her ein Problem, meinte er. Thoma meinte, Fachleute müssen sagen, ob die Mauer zur Sanierung komplett abgetragen werden solle oder ob stückweise saniert werden könne.

Schmidt wollte wissen, ob es eine Alternative zur Sandsteinmauer gebe. Gerd Flick richtete den Fokus auch auf Folgekosten für die Pflege. Günter Kohrmann sah bei neuen Bäumen künftig Probleme.

Schließlich entschied der Gemeinderat, den genannten Empfehlungen des Bau- und Umweltausschusses zuzustimmen. Über die Einholung von Sanierungsangeboten sowie die Beauftragung eines Planungsbüros soll in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 16. Oktober entschieden werden. hpw