Kreuzwertheim

„The Voice Kids“ Der 13-jährige Julian Roth und die zehnjährige Anisa Celik sind zwei junge Talente aus Kreuzwertheim, die bei der Castingshow begeisterten

Am Sonntag heißt es, Daumen drücken für Anisa

Archivartikel

Für Julian Roth ist das Abenteuer „The Voice Kids“ beendet. Anisa Celik dagegen darf weiter vom Sieg träumen. Sie erreichte das Finale der Show am kommenden Sonntag.

Kreuzwertheim. Ob sie diesen Spitznamen wohl wieder loswird? „Du bist mein kleiner Terrorkeks“, sagte Juror und Coach Mark Forster am Sonntagabend vor mehr als zwei Millionen Zuschauern zu Anisa Celik. Und er schickte die zehnjährige Kreuzwertheimerin gleich darauf als zweite und letzte aus seinem Team ins Finale der Castingshow „The Voice Kids“.

Zum ersten Mal live

Alle anderen zuvor ausgestrahlten Sendungen waren vorab aufgezeichnet.

Auch das „Sing off“ genannte Halbfinale, in dem Anisa noch einmal mit dem Hit „Traffic Lights“ von Lena Meyer-Landrut begeisterte, mit dem sie sich schon bei den „Blind Auditions“ hatte durchsetzen können (wir berichteten).

Die Kleine mit der großen Stimme darf damit weiterhin vom Sieg träumen und steht am kommenden Sonntag ab 20.15 Uhr auf Sat 1 zum ersten Mal live auf der Bühne.

gegenüber Sat 1 verkündete die Zehnjährige: „„Für das Finale nehme ich mir vor, jede Sekunde auf der Bühne zu genießen und noch mal komplett abzurocken.“

Auch ihr Coach Mark Forster ist zuversichtlich, was ihren Erfolg betrifft. Auf der offiziellen Homepage von „The Voice Kids“ äußerte er sich entsprechend: „Anisa hat ein großes Herz, ist eine tolle Sängerin und wirklich sehr besonders. Sie wird uns im Finale ganz sicher umhauen!“

Sogar zwei Auftritte wurden am Sonntag von Julian Roth gesendet. Denn der 13-Jährige, wie Anisa ebenfalls aus Kreuzwertheim, musste erst einmal sein „Battle“ bestehen. Und das hieß, gemeinsam mit den Teamkollegen Gabriel und Lucas singen – und gegen sie.

Coach Mark Forster hatte dafür „All for Love“ aus dem Film „Die drei Musketiere“ herausgesucht. Das Trio hatte er mit Bedacht zusammengestellt: „Ich finde, die drei passen sehr gut zusammen – weil sie eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen.“

Julians anfängliche Skepsis – „ich dachte, ich habe überhaupt keine Chance“ – erwies sich beim Auftritt schnell als unbegründet. Mit seiner außergewöhnlichen Stimme machte er die Performance zu etwas Besonderem.

Einziger Klassiksänger

Und er überzeugte einmal mehr das Publikum und Juror Marc Forster, der das Urteil verkündete: „Ich gehe in die ‚Sing-offs’ mit Julian.“ Womit der junge Kreuzwertheimer wohl schon weiter gekommen war, als er und seine Eltern, die den Auftritt auch diesmal wieder im Studio verfolgten, vorher geglaubt hatten. Schließlich war Julian der einzige „Klassiker“ unter lauter Pop- und Rocksängern. Im Halbfinale, wo er noch einmal wie in den Blind Auditions „O mio babbino caro“ von Puccini sang, war dann auch Endstation. Das Finale kann sich der Gymnasiast nun ganz entspannt vor dem Fernseher anschauen. Und Anisa die Daumen drücken.

Vielleicht holt der „Terrorkeks“ ja den Sieg der diesjährigen Voice-Kids-Staffel nach Kreuzwertheim?