Kreuzwertheim

„Agenda 21 Kino“ Dokumentationsfilm „Das grüne Gold“

Ausverkauf eines Landes?

Archivartikel

Main-Spessart-Kreis.Der nächste Film im Rahmen des Agenda 21-Kinos trägt den Titel „Das grüne Gold“. In diesem Dokumentarfilm von 2017 geht es um transnationale Landinvestitionen als Konjunkturmaschine oder Ausverkauf des eigenen Landes. Die einen hoffen auf große Gewinne und Fortschritt, die anderen verlieren Existenz und Zuhause.

Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über eine Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert.

Die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Denn zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und der Weltbank bei. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung. Dies muss auch der junge äthiopische Umweltjournalist Argaw lernen, der seine Stimme erhebt – und sich damit selbst in Gefahr bringt. Der erschreckenden Wahrheit auf der Spur trifft der schwedische Regisseur Joakim Demmer auf Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. Ein ungeheuerlicher Real-Thriller, der von den scheinbar entlegenen Ecken Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen direkt auf unseren Esstisch führt.

Die Burg-Lichtspiele Karlstadt zeigen den Film am 10. Mai um 20 Uhr, mit anschließender Diskussion eines Weltladen-Mitglieds, sowie am 13. Mai um 17 Uhr. Im Movie Lichtspielhaus Marktheidenfeld wird der Film am 27. Mai um 12 Uhr und am 29. Mai um 18.30 Uhr, mit anschließender Diskussion des Weltladens gezeigt.

Für hörgeschädigte Menschen ist nach vorheriger Anmeldung bei der Agendabeauftragten Ilse Krämer, Telefon 0 93 53 / 7 93 17 58, Email: Ilse.Kraemer@Lramsp.de, die Nutzung einer mobilen induktiven Höranlage möglich. Die Kinovorführung ist dank Sponsoren zu einem Sonderpreis zu besuchen.