Kreuzwertheim

Bau- und Umweltausschuss Der von den Wurzeln ausgehende Druck sorgt für Probleme

Bäume gefährden die Friedhofsmauer

Archivartikel

Die Baumreihe ist ein Stück weit ortsbildprägend, nach Meinung des Bürgermeisters aber auch eine eigentlich ortsuntypische Bepflanzung. Bald soll sie verschwinden.

Kreuzwertheim. Der Baumreihe auf dem schmalen Wiesenstück zwischen dem Kreuzwertheimer Friedhof und der Lengfurter Straße schlägt jetzt wohl bald das letzte Stündchen. Der Druck der Baumwurzeln gefährdet zunehmend die Standsicherheit der Friedhofsmauer, wie sich Bürgermeister Klaus Thoma und die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses am Dienstagnachmittag noch einmal bei einem Ortstermin vor Augen führten.

Der Zustand der Mauer ist den Kreuzwertheimer Kommunalpolitikern und auch dem von der Gemeinde beauftragten Statiker wohl bekannt. Besonders im Bereich einer Grabstelle ist deutlich erkennbar, dass sich die Mauer in Richtung Friedhof neigt. Wie lange sie dem Druck standhält, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen. Eine Sanierung ist aber nur sinnvoll, wenn zuvor die Bäume gefällt werden. Nur deren Wurzeln in Richtung Friedhof zu kappen, würde nichts bringen. Denn das wiederum gefährdet die Standsicherheit der inzwischen hoch gewachsenen Bäume.

Dass eine Fällaktion, obwohl sie notwendig erscheint, in der Bevölkerung nicht nur auf Gegenliebe stoßen wird, dessen waren sich der Bürgermeister und die Ausschussmitglieder durchaus bewusst. Deshalb machte man sich auf dem Friedhof und später auch im Sitzungssaal Gedanken darüber, wie und wo man eventuell Ersatz schaffen könnte.

Eine Idee war, vereinzelte Bäume auf den vermehrt vorhandenen leeren ehemaligen Grabstellen zu pflanzen. Eine Entscheidung, wie man weiter vorgehen will, wird allerdings erst der Gemeinderat treffen. Dazu sollen auch die voraussichtlichen Kosten ermittelt werden. Denn „ins Blaue hinein mache ich nichts“, so der Bürgermeister.

Neue Verkehrsspiegel

„Ins Blaue hinein“ wollte das Gremium auch nicht über das Anbringen weiterer Verkehrsspiegel an der Hauptstraße entscheiden, so dass man die jeweilige Situation ebenfalls vor Ort unter die Lupe nahm. Am leichtesten fiel die Entscheidung an der Einmündung der Maingasse in die Hauptstraße. Denn dort gibt es den Spiegel bereits. Nur gewährt dieser, so jedenfalls die Ansicht einiger Bürger, Einblick in die „falsche“ Straßenseite, nämlich in die aus Richtung Hasloch. Er sollte die andere Richtung abdecken.

Der Ausschuss entschied einstimmig, dem „dringenden Wunsch“ der Bürger nachzukommen und den Spiegel – wenn möglich – zu drehen. Einstimmig fiel auch der Beschluss aus, an der Ausfahrt von der Straße Zwischen den Türmen keinen Verkehrsspiegel anzubringen. Dort gab es bislang auch keinen, ganz im Gegensatz zum Bereich Kirchplatz/Hauptstraße. Dieser musste der gestalterischen Veränderung des Platzes weichen.

Man zerbrach sich den Kopf über mögliche alternative Anbringungsorte. Bürgermeister Thoma meinte zudem, da es sich um einen „Altfall“ handele, gebe es eventuell einen gewissen Bestands- und Vertrauensschutz, und der Gemeinderat habe schließlich irgendwann einmal so entschieden. Doch mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse – Stimmengleichheit nämlich – entschied der Ausschuss, in diesem Bereich keinen Spiegel mehr anzubringen. ke