Kreuzwertheim

Gemeinderat Kreuzwertheim Bebauungsgebiet „ Wasenwiesen“ in Wiebelbach soll erweitert werden / Nachfrage und Erschließung in Röttbach beeinflussen Vorhaben

Bis zu 30 Bauplätze in Zukunft möglich

Die „Erweiterung Wasenwiesen“ in Wiebelbach könnte nach vielen Jahren nun Wirklichkeit werden.

Wiebelbach. Seit 20 Jahren gibt es den rechtskräftigen Bebauungsplan „Erweiterung Wasenwiesen“ für den Kreuzwertheimer Ortsteil Wasenwiesen. Ein erster Abschnitt, der 13 Bauplätze umfasst, ist auch bereits vollständig bebaut. Ein zweiter, knapp 27 500 Quadratmeter großes Areal – wovon sich rund die Hälfte in Gemeindeeigentum befindet – liegt noch unberührt da.

Das könnte sich nun ändern. In seiner Sitzung am Dienstag, die im Feuerwehrhaus in Wiebelbach stattfand, sprach sich der Gemeinderat einmütig dafür aus, „dass Wohnbauflächen im Baugebiet ‘Wasenwiesen’ in den kommenden Jahren erschlossen werden sollen“. Das Gremium stimmte auch der Aufnahme von Grundstücksverhandlungen zu, um die Restflächen zu erwerben, die noch nicht im Eigentum der Marktgemeinde sind.

Nach Röttbach

Wie schnell das Erschließungsprojekt voranschreitet, wird auch von der Nachfrage nach Grundstücken im Baugebiet „In den Ellern“ in Röttbach abhängen, das gerade erschlossen wird.

Etwas irritiert zeigten sich die Kommunalpolitiker darüber, dass nur ein Zuhörer den Weg zur Sitzung fand, obwohl das Thema „Wohnbauentwicklung im Ortsteil Wiebelbach“ explizit auf der Tagesordnung stand. In seiner Vorrede ging Bürgermeister Klaus Thoma auf die „sehr erfreuliche“ Bevölkerungsentwicklung mit stabilen Einwohnerzahlen ein. Er verwies darauf, dass die Nachfrage nach Grundstücken oder Wohnungen größer sei, als das Angebot. Die Bauplätze in Wiebelbach wird es aber erst geben, wenn die Erschließung „In den Ellern“ in Röttbach abgeschlossen ist.

Ansonsten stehen derzeit weder in Unterwittbach, noch in Wiebelbach und in Kreuzwertheim gemeindliche Bauplätze zur Verfügung und auch auf dem freien Grundstücksmarkt würden nur selten Flächen veräußert.

Mehrfach betonte der Bürgermeister den Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung und wies auf die Bemühungen hin, diesem Grundsatz gerecht zu werden. Gleichwohl und ergänzend dazu soll nun in Wiebelbach der Bebauungsplan „Erweiterung Wasenwiesen“ umgesetzt und dort Neubauflächen erschlossen werden. Nach den ursprünglichen Vorgaben könnten noch etwa 30 Bauplätze entstehen, in einer Größe zwischen 600 und 900 Quadratmeter, in den Randbereichen sogar mit 1000 Quadratmetern.

Allerdings sei zu überlegen, ob der großzügige Grundstückszuschnitt so beibehalten werden solle. Auch solle man, schlug Thoma vor, Festsetzungen überprüfen, die bislang Wohnformen wie Reihen- oder Doppelhäuser und auch den Mietwohnungsbau ausschließen.

Teil- oder Kompletterschließung

Schließlich müsse man sich noch über die Frage einer Teil- oder einer Kompletterschließung klar werden. Dies hänge von der Nachfragesituation, den Eigentumsverhältnissen und nicht zuletzt der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde ab.

Günter Kohrmann (CSU) stimmte dem Bürgermeister im Wesentlichen zu und sprach sich dafür aus, „auf jeden Fall“ an das Thema heranzugehen.

Es sei „gut, wenn wir etwas im Köcher haben“, meinte auch Gerd Flick (SPD). Seine Fraktionskollegin Silvia Klee befürwortete die Pläne ebenfalls, schon im Hinblick auf die Probleme mit der Erschließung von Bauflächen in Kreuzwertheim, aber auch im Bezug auf die Entwicklung im Gewerbegebiet Wiebelbach und die dort vorhandenen und entstehenden Arbeitsplätze.