Kreuzwertheim

Bau- und Umweltausschuss Maßnahmen zur „Besucher- und Nutzerlenkung im Himmelreich“ beschlossen / Schild und Schranke geplant

Drei verschiedene Nutzungszonen

Archivartikel

Jeder will ins „Himmelreich“ und das am liebsten mit dem Auto. Um das sensible Gebiet besser zu schützen, sollen Besucherströme und Nutzung besser gesteuert werden.

Kreuzwertheim. Wie vom Gemeinderat jüngst diskutiert (wir berichteten) hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag nun Maßnahmen zur „Besucher- und Nutzerlenkung im Himmelreich“ einstimmig beschlossen. Dafür begaben sich das Gremium und einige an der Thematik interessierte Zuhörer zunächst einmal vor Ort.

Am Parkplatz vor dem Freizeitplatz „Bachwiesen“ und dem neuen Erlebnispädagogik-Camp der Pfadfindergruppe der „Royal Rangers“ erläuterte Bürgermeister Klaus Thoma noch einmal die vorgesehene Einteilung des Areals in drei Zonen im Verlauf derer die Nutzungsintensität deutlich abnehmen soll. Darauf und auf die Ge- und vor allem Verbote innerhalb eines FFH- und Landschaftsschutzgebietes soll ein Schild deutlich hinweisen, das am Weg auf Höhe des Parkplatzes hinweisen, das ausreichend groß bemessen sein soll.

Nach der Zone der vergleichsweise intensiven Nutzung soll, beginnend etwa im Anschluss an das Pfadfindercamp und bis nach der Schleuse reichend, die Zone für individuelle Sportaktivitäten, land- und waldwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung folgen. Danach soll eine verschließbare Schranke sicherstellen, dass der weitere Weg ins „Himmelreich“ nur noch von denen mit Fahrzeugen genutzt wird, die dazu tatsächlich berechtigt sind. Die Berechtigten werden einen Schlüssel erhalten. Ihre Zahl schätzte der Bürgermeister auf „nicht viel mehr als 20“. Silvia Klee (SPD) plädierte dafür, bei Verstößen nun wirklich einmal eine harte Haltung einzunehmen.

Im Anschluss begaben sich die Ausschussmitglieder dann nach Unterwittbach ins Baugebiet „Sandspitze“. Denn auf der Tagesordnung der Sitzung standen auch, wieder einmal Maßnahmen zur Führung und Lenkung des fließenden und ruhenden Verkehrs. In der Bürgerversammlung Anfang des Jahres war eine Beschwerde vorgebracht worden, dass, von Rettersheim kommend, der Verkehr häufig die Geschwindigkeitsbeschränkung nicht einhalte. Der Ausschuss beschloss nun, am Ende des ausgebauten Gehweges über die gesamte Fahrbahnbreite auf der Straße eine Schwelle zu installieren.

Kein Gehör fand im Gremium die Bitte, am „Kaffelsteinweg“ in Kreuzwertheim, an der Einmündung des „Bürgermeister-Fröber-Weg“ mit einer Zick-Zack-Linie eine, nach Ansicht eines Anwohners, gefährliche Parksituation zu entschärfen. Die Kommunalpolitiker sahen keinen Handlungsbedarf. Es sei „Platz genug“, erklärte Reinhold Dosch (Freie Wähler) und Stefan Schuck (CSU) meinte, „woanders machen wir so etwas auch nicht“. Zunächst weiterhin beobachten, und zwar so lange, bis die Außenanlagen und regulären Parkplätze fertiggestellt sind, will man die schon mehrfach kritisierte Parksituation an der Brückenstraße entlang der dort entstandenen Neubauten. Nicht aufgehoben wird die zeitliche Begrenzung auf den Parkplätzen in der Maingasse, entschied das Gremium gegen die Stimme von Silvia Klee. Einmütigkeit herrschte dann wieder hinsichtlich der beiden Parkbuchten an der Alten Schule, respektive dem Feuerwehrhaus. Die Bucht an der Straße in Richtung Hasloch soll künftig nur noch von Einsatzkräften genutzt werden dürfen, in der in Richtung Ortsmitte wird die Parkzeit auf 30 Minuten beschränkt. Schließlich beschloss man, die Nutzungsdauer des Parkplatzes an der Haslocher Straße in der Zeit von acht Uhr bis 20 Uhr auf zwei Stunden zu begrenzen. Für Anhänger verboten sind künftig die Stellflächen im Mainvorland an der neuen Toilettenanlage.