Kreuzwertheim

Freiwillige Feuerwehr Kreuzwertheim Interesse der Bürger am Tag der offenen Tür war groß / Einblick in die Arbeit der Abteilung gegeben

Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt

Archivartikel

Es ging heiß her beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzwertheim. Doch von den hohen Temperaturen ließen sich nur wenige Besucher abschrecken.

Kreuzwertheim. Es kamen die Minuten, da wusste man nicht, was überwog: Das Mitleid mit oder die Bewunderung für die sechs aktiven Feuerwehrleute, die sich da mitten in der größten Hitze – das Thermometer zeigte mehr als 35 Grad – die schweren Uniformjacken überstreiften und ihre Helme aufsetzten. Aber das Programm des Tags der offenen Tür sah für diese Uhrzeit am Sonntagnachmittag eine kleine Schauübung vor. Und da gehörte die richtige Einsatzkleidung nun einmal dazu.

„Rettungskarte“ ist wichtig

Jan Klüpfel, Pressesprecher und stellvertretender Kommandant der Kreuzwertheimer Wehr erläuterte, worum es gehen sollte. Nämlich vor allem um die Propagierung der sogenannten „Rettungskarte“, die – nicht nur nach Meinung eines großen deutschen Automobilclubs – in jedem vor allem neueren Fahrzeug vorhanden sein sollte. Denn mit ihr als Orientierungshilfe können bei einem Verkehrsunfall eingeklemmte und verletzte Insassen schneller geborgen werden.

Auf der Rettungskarte sind Informationen zusammengefasst, die den Feuerwehrleuten bei einem Unfallauto zeigen, wo etwa Karosserieversteifungen den Einsatz einer Rettungsschere unmöglich machen können. Auch Airbag-Generatoren dürfen beim Aufschneiden des Autowracks nicht aktiviert werden.

Bevor die Kameraden den Spreizer ansetzten, um damit die Tür des „verunfallten“ Fahrzeugs zu öffnen und die „Rettung“ der darin befindlichen Person zu ermöglichen, kennzeichnete Kommandant Andreas Gottschalk also erst einmal die entsprechenden Stellen am Auto.

Aktionen für die Besucher

Die Schere kam bei der Übung nicht zum Einsatz, später dann aber schon. Denn da durfte jeder, der mochte, unter Anleitung und Aufsicht des Kommandanten einmal Hand anlegen. Und wer wundert sich, dass das in der Hauptsache Kinder wollten? Aber auch bei ihnen ging es nicht ohne Jacke und Helm ab. Das genügte, um ordentlich ins Schwitzen zu kommen.

Möglichkeiten zur Abkühlung gab es aber auch. Denn in einer Ecke des Festgeländes waren Schläuche ausgerollt. Da hieß es dann fast ohne Pause „Wasser marsch!“. Zwischendurch nahm so manches potenzielle „Feuerwehrkind“ hinter dem Steuer der Drehleiter oder des Tanklöschfahrzeugs Platz und wurde dabei von Mama oder Papa abgelichtet. Alle, die Hunger oder Durst verspürten, wurden gut versorgt. ek