Kreuzwertheim

Verkehrsüberwachung Kosten und Organisation noch unklar

Erst dagegen – jetzt dafür

Archivartikel

Kreuzwertheim.Einstimmig bekundete der Gemeinderat grundsätzliches Interesse an der Einführung einer kommunalen Verkehrsraumüberwachung des ruhenden und eventuell des fließenden Verkehrs.

Damit signalisierte das Gremium dem Markt Triefenstein eine mögliche Beteiligung an Maßnahmen, die Triefenstein plant. Die Zusammenarbeit soll durch den Abschluss einer entsprechenden Zweckvereinbarung zustande kommen.

Beschwerden häufen sich

Noch vor weniger als drei Jahren hatte sich der Gemeinderat, wenn auch mit knapper Mehrheit, gegen eine Überwachung des ruhenden Verkehrs (strafzettelverteilende Beamte) ausgesprochen. In der Zwischenzeit häuften sich allerdings die Beschwerden, vornehmlich über Falsch- und Dauerparker.

Der Markt Triefenstein hat, wohl vor ähnlich gelagerten Problemen stehend, Kontakt mit einer Fachfirma aus Würzburg aufgenommen, bereits einen Grundsatzbeschluss zur Einführung einer Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs gefasst und bei den Mitgliedsgemeinden der Kommunalen Allianz Raum Marktheidenfeld deren Interesse an dem Thema angefragt.

Ein Gegner solcher Maßnahmen war bislang Günter Kohrmann (CSU). „Ich habe eigentlich auf die Vernunft gesetzt“, räumte er ein. Aber die Beschwerden und Forderungen aus der Bevölkerung würden immer lauter, so dass er jetzt „Ja“ sage.

Sie plädiere stark dafür, meinte Doris Szabo (SPD) und auch ihre Fraktionskollegin Silvia Klee meinte, „es geht nur noch über Knöllchen“ nachdem die Unvernunft immer größer werde. Vor allem der fließende Verkehr sei in den Ortschaften das Problem, so Tanja Bannwarth (CSU). Über die Einführung der Verkehrsraumüberwachung wird der Gemeinderat nun entscheiden, sobald aus Triefenstein Informationen über Kosten und Organisation vorliegen. ek