Kreuzwertheim

Investitionsprogramm Kreuzwertheimer Gemeinderat legte größte Ausgaben fest / Kommune will insgesamt 4,62 Millionen Euro für Vorhaben aufbringen

„Es wird automatisch Streckungen geben“

Voraussichtlich in seiner Sitzung im Juli kann der Kreuzwertheimer Gemeinderat den Haushalt der Marktgemeinde für 2019 beschließen.

Kreuzwertheim. Keinen Cent haben die Mitglieder des Gemeinderats bei ihren Vorberatungen für den Haushalt 2019 am Mittwoch aus dem Investitionsprogramm für das laufende Jahr gestrichen. Obwohl Kämmerer Rupert Schiller eingangs betont hatte: „Für mich geht es um strecken und streichen und nichts anderes“, standen am Ende genau die 4,618 Millionen Euro auf dem Papier, die da vorher bereits notiert waren.

Folgejahre unangetastet

Und auch die Folgejahre blieben unangetastet, so dass 2020 noch einmal 240 000 Euro mehr ausgegeben werden sollen – nach derzeitigem Stand. Schillers resigniert-gelassene Feststellung am Ende: „Also, Änderungen hab ich jetzt keine mitgekriegt.“ Frank Theobald (Freie Wähler) meinte, fast schon entschuldigend: „Wir müssen halt investieren“. Und Bürgermeister Klaus Thoma war sich sicher, „es wird automatisch Streckungen geben“. So wie in der Vergangenheit ja auch.

Die größten Ausgabepositionen sind so gut wie festgelegt, etwa die mehr als 950 000 Euro für die Beschaffung von drei Feuerwehrfahrzeugen. In dem Fall dürfe man aber auch erhebliche Zuschüsse erwarten, so Silvia Klee (SPD).

Nach einer Million Euro im Vorjahr sind noch einmal 900 000 Euro für die laufende Erweiterung und Sanierung des Kindergartens Birkenstraße vorgesehen. Rund 1,78 Millionen Euro kommen zu der bereits 2018 veranschlagten halben Million Euro für die Turnhalle Röttbach hinzu. Auch diese Großmaßnahme ist bereits im Gange.

Jeweils 750 000 Euro hat der Kämmerer für 2020 und die beiden Folgejahre für Straßenausbauten vorgesehen, sozusagen als „Merkposten“.

Mit 305 000 Euro im kommenden Jahr sind auch Umbaumaßnahmen im Fürstin-Wanda-Haus im Investitionsprogramm verankert. Bis sich am und im meist genutzten kommunalen Gebäude etwas tut, wird es aber wohl noch einen „Sondertermin“ der Entscheidungsgremien geben, kündigte Klaus Thoma an.

Noch nicht ausgegeben

Und auch die 100 000 Euro in 2020 für die Erneuerung der Friedhofsmauer sind noch nicht ausgegeben, zumal sich hier die Frage stellt, ob diese Summe überhaupt ausreichen wird. Kräftig zu Buche schlagen wird in diesem und im nächsten Jahr schließlich die Erneuerung des Hochbehälters. Auch daran lässt sich kaum etwas streichen – aber vielleicht etwas strecken.