Kreuzwertheim

Haushalt 2018 verabschiedet Bürgermeister wertet Etat als „überzeugendes Angebot für eine von einer breiten Mehrheit getragenen Sachpolitik“

Finanzlage der Marktgemeinde ist „solide“

Für Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma spiegelt der am Dienstag einstimmig vom Gemeinderat verabschiedete Haushalt 2018 wider, dass die Marktgemeinde weiter sehr gut dasteht.

Kreuzwertheim. „Solide“ nannte Thoma in seiner Haushaltsrede das Zahlenwerk, das vom Finanz- und Kulturausschuss vor vier Wochen ausführlich vorberaten und einmütig zur Verabschiedung empfohlen worden war (wir berichteten). Mahnende Worte durften bei aller Zufriedenheit aber auch nicht fehlen. Denn angesichts gewaltiger Investitionsvorhaben droht die vorhandene Rücklage in den kommenden Jahren deutlich abzuschmelzen.

Merklich zurückgehen wird 2018 schon die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt und damit auch die sogenannte „freie Finanzspanne“, wie der Bürgermeister anmerkte. Verantwortlich dafür sind die stark ansteigenden Umlagezahlungen, die wiederum im direkten Zusammenhang stehen mit der sehr guten Steuerkraft des Marktes.

Rücklagen angesammelt

Angesichts der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre habe man ordentlich Rücklagenmittel ansammeln können und diese auch nahezu unangetastet lassen können, erinnerte Thoma. „Allerdings sind die bevorstehenden Investitionen von solch enormer Höhe, dass diese nicht mehr aus dem laufenden Haushalt finanziert werden können“, sagte er.

Dazu kommen geplante Maßnahmen, die im Finanzplanungszeitraum noch nicht enthalten sind, weil es dafür noch an entsprechendem Zahlenmaterial als notwendiger Grundlage fehlt. Gleichwohl: „Aus heutiger Sicht bleibt der Markt Kreuzwertheim mittelfristig schuldenfrei.“ Auch deshalb könne man „optimistisch in die Zukunft blicken und unsere großen Aufgaben gemeinsam angehen“. Der Etat enthalte auch im laufenden Jahr wieder nur Ausgaben, die sich die Gemeinde auf Dauer leisten könne. „Ich bin absolut überzeugt davon, dass der vorliegende Haushalt unterm Strich ein überzeugendes Angebot für eine von einer breiten Mehrheit getragene Sachpolitik ist und für eine gute Zukunft unserer Gemeinde steht“, schloss der Redner.

Alle Beschlüsse aufgenommen

Namens der Fraktion von SPD/Plus, aber hörbar auch als Erste Stellvertreterin des Bürgermeisters würdigte Silvia Klee die Tatsache, dass von Kämmerer Rupert Schiller alle Beschlüsse des Gemeinderats in den Haushaltsplan aufgenommen wurden. Trotz manchmal kontroverser Diskussionen gelinge es im Gremium immer wieder, einen gemeinsamen Weg zu finden. „Das ist eine ganz große Stärke dieses Gemeinderats“, sagte sie.

Klee wies auch darauf hin, dass es „noch nie eine so große Bürgerbeteiligung gegeben hat, wie unter diesem Bürgermeister“. Für sich und ihre Kollegen nahm sie in Anspruch, dass alle viel Zeit und Mühen für die kommunalpolitischen Aufgaben aufwendeten. Umso betroffener zeigte sich Klee von Angriffen in manchen Versammlungen und von Vorwürfen der Art, die Gemeinderäte wüssten nicht, worüber sie entscheiden. „Natürlich sind wir schuldenfrei und die Wünsche werden, auch deshalb, größer.“ Sie könne sich aber auch noch an die Zeit erinnern, als es das vorrangigste Ziel aller Verantwortlichen gewesen sei, Schulden abzubauen.

Die geplanten Investitionen nannte Klee „ambitioniert, aber gut für die Zukunft und die Attraktivität der Gemeinde“. Es gebe auch noch die eine oder andere offene Flanke, für die Mittel benötigt würden. Und man werde in Zukunft vielleicht das eine oder andere Projekt auch einmal strecken müssen.

Sie sei „überrascht über den harschen Ton, der uns manchmal entgegenschlägt. Wir haben hier nämlich einen lebendigen Ort, und ich bin stolz darauf“, so Klee.

Wie die Vorredner statteten Günter Kohrmann (CSU) und Frank Theobald (Freie Wähler) Dank an Bürgermeister, Kämmerer und die Mitarbeiter der Verwaltung für deren Arbeit ab, vergaßen aber auch die Unternehmen und die Bürger nicht.

Bürgermeister Klaus Thoma (links) nutzte die Gemeinderatssitzung auch dazu, Daniel Jeßberger als neuen Feldgeschworenen für Röttbach zu vereidigen.

Dieser schwor unter anderem, in seinem Amt, für das er auf Lebenszeit bestellt ist, die gewissenhafte und unparteiische Erfüllung seiner Pflichten, Verschwiegenheit und „zeitlebens die Bewahrung des Siebenergeheimnisses“.

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