Kreuzwertheim

Schulverband Grundschule Haushalt und Erhöhung der Umlage wurden bei der Sitzung beschlossen

Gemeinden müssen tiefer in die Tasche greifen

Kreuzwertheim.Deutlich tiefer als bisher müssen die Mitgliedsgemeinden in die Taschen greifen, um im kommenden Jahr den Schulverband Grundschule Kreuzwertheim zu finanzieren.

Die von Kreuzwertheim, Hasloch und Schollbrunn aufzubringende Umlage steigt von 425 000 Euro um mehr als 21 Prozent auf 540 000 Euro.

Im Jahr 2013 lag sie sogar nur bei 330 000 Euro. Mit knapp 3253 Euro pro Schülerin oder Schüler dürfte dies „die höchste Schulverbandsumlage für Grundschulen im Landkreis Main-Spessart im Haushaltsjahr 2018 sein“.

Gleichwohl – und weil ihnen ja auch letztlich gar nichts anderes übrigbleibt – bissen die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung bei ihrer Sitzung am Dienstagabend in den sauren Apfel und beschlossen gemeinsam mit dem Haushalt für das kommende Jahr die Umlage. Ebenso einstimmig gebilligt wurden unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden, Haslochs Bürgermeister Karl-Heinz Schöffer, der Finanz- und der Stellenplan.

Maßgeblich mitverantwortlich für den steigenden Finanzbedarf ist das Investitionsprogramm, das Ausgaben in Höhe von 111 000 Euro vorsieht, nach 19 000 Euro im laufenden Jahr. Allein 80 000 Euro sollen für die Erneuerung der Küche für die Mittagsbetreuung aufgewendet werden.

Bisher gibt es, so Schöffer auf Nachfrage von Klaus Thoma, für diese Anschaffung erst ein Angebot, weitere sollen aber eingeholt werden. Eingeplant sind darüber hinaus Mittel für die Jugendsozialarbeit, deren Einführung in einem weiteren Tagesordnungspunkt später beantragt wurde.

Digitalisierung schlägt zu Buche

Zu Buche schlagen wird, wenn auch hauptsächlich erst in den kommenden Jahren, die weitere Digitalisierung. Einmal mehr mahnte Kämmerer Rupert Schiller an, der Rücklage Mittel zuzuführen, um für künftige Aufgaben, insbesondere eine in absehbarer Zeit fällige Gebäudesanierung, gerüstet zu sein.

Einige Minuten lang zerbrach man sich in der Versammlung den Kopf darüber, warum die Umlage gegenüber vergleichbaren Verbänden so hoch liegt. Könnte es sein, dass man dort weniger investiert, fragten sich die Teilnehmer. Ist auch ein Grund dafür, dass „wir unsere Investitionen derzeit alle bar bezahlen“, wie Schiller anmerkte? Spielt eine Rolle, wie von Schöffer ins Feld geführt, dass es gilt, ein Gebäude zu unterhalten, in dem gut doppelt so viele Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden können, als dies derzeit der Fall ist?

„Ich finde es gut, wie die Kreuzwertheimer Schule dasteht. Man kann in jede Ecke hineinschauen und es ist weitgehend alles in Ordnung“, befand Margarete Glowienka.

Der beschlossene Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 830 400 Euro wurde schließlich „abgesegnet“. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen, der Schulverband bleibt schuldenfrei. Die Rücklage soll zu Beginn des neuen Haushaltsjahres 287 000 Euro betragen. ek