Kreuzwertheim

Lage ist angespannt Fichtenbestände der Gemeinde sind betroffen / Schäden durch Sturmtief

Kampf gegen den Borkenkäfer

Kreuzwertheim.Über die wie anderswo auch durch die große Trockenheit begünstigte angespannte Borkenkäfersituation in Kreuzwertheim informierte Bürgermeister Klaus Thoma am Dienstag in der Sitzung des Marktgemeinderats im Rathaus. Für die Fichtenbestände der Gemeinde gelte die Gefährdungsstufe mit aktuellem Befall.

Als gezielte Bekämpfungsstrategie müssten die befallenen Fichten unverzüglich gefällt und abtransportiert, die Kronen waldschutzwirksam gehackt werden, erklärte Thoma. Auf dem Gemeindegebiet seien rund 200 Festmeter betroffen. Die waldschutzwirksamen Lagerplätze müssten mindestens rund 500 Meter vom befallenen Bestand entfernt sein. Betroffene Waldbereiche gebe es überwiegend in Unterwittbach und Wiebelbach. Auf der Deponie in Unterwittbach sei ein waldschutzwirksam anerkannter Lagerplatz eingerichtet worden.

Weil die Preise für Fichtenholz im Keller seien, so der Redner, werde bis auf Weiteres kein frisches Nadelholz eingeschlagen. Da die Unternehmen zur Bewältigung der Borkenkäferplage ausgelastet seien, gebe es kaum Kapazitäten für Brennholzeinschlag.

Wie Thoma informierte, sei es durch das Sturmtief „Fabienne“ am 23. September im Gemeindegebiet zu merklichem Windbruch und weiteren Schäden gekommen. Die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken. Anschließend seien Verkehrssicherungsmaßnahmen getroffen worden. Der Bürgermeister lobte Feuerwehr und Bauhof-Mitarbeiter. Sie seien zur Schadensbegrenzung und Unfallvermeidung bei sehr gefährlicher Arbeit im Einsatz gewesen. Dazu gehörte auch eine etwas schwierigere Sonderaktion am Spielplatz beim Kindergarten Birkenstraße.

Thoma sagte, der Großteil der Bäume habe nach wenigen Tagen beseitigt werden können. Einige Naben- und Waldwege sowie Wanderwege könnten noch durch Sturmschäden und Windbruch beeinträchtigt sein. Hier gelte beim Begehen und Befahren weiterhin eine erhöhte Sorgfaltspflicht. hpw