Kreuzwertheim

Finanz- und Kulturausschuss Hauptthema war die Vorberatung des Investitionsprogramms 2017 bis 2021 / Für 2018 und 2019 sind 1,8 Millionen Euro eingeplant

Kindergarten-Erweiterung steht bevor

Bei der Sitzung des Finanz- und Kulturausschusses wurde die Vorberatung des Investitionsprogramms 2017 bis 2021 vorgenommen. Dies lief für einzelne Bereiche sehr ausgiebig ab.

Kreuzwertheim. Zum Bau eines barrierefreien Zugangs zum Feuerwehrhaus Wiebelbach war zu hören, dies sei abhängig vom Feuerwehrbedarfsplan und werde als Posten wahrscheinlich eher nach 2019 wandern. Auf eine Einrede von Ratsmitglied Silvia Klee, sie vermisse verschiedene weitere Punkte zur Feuerwehr, sagte Bürgermeister Klaus Thoma, der Feuerwehrbedarfsplan sei noch nicht fertig.

Im Investitionsprogramm finden sich zur Erweiterung und zur Sanierung Kindergarten Birkenstraße sowohl für 2018 als auch für 2019 je 900 000 Euro. Kämmerer Rupert Schiller erklärte, ein Förderantrag sei noch nicht gestellt und es sei nicht ausgeschlossen, dass die 1,8 Millionen Euro nicht reichten.

Zur Generalsanierung der Sportanlage Kreuzwertheim meinte Thoma, die Laufbahn sei ein schwieriges und Kosten intensives Thema. Man habe sich Möglichkeiten erläutern lassen, „Unterbau bleibt, neuer Belag“ klappe nicht. Eventuell werde eine Reduzierung auf zwei Bahnen in Betracht gezogen. Womöglich versuche man zuerst die ganz kleine Lösung mit der Reparatur der Schadstellen so, dass die Laufbahn genutzt werden könne.

Zur Turnhalle Röttbach und der geplanten Erneuerung mit Erweiterung und dem Abriss der Flachstenne unterstrich Thoma, es gebe vom Zuschussgeber enge Vorgaben. Im Investitionsprogramm sind 500 000 Euro für 2018 gelistet, für 2019 sogar 1,525 Millionen Euro.

Bei der Wohnungsbauförderung und der Wohnungsfürsorge sind verschiedene Teilbeträge für 2018 so hoch wie jedes Jahr oder erhöht. Ein Grunderwerb im Baugebiet „Wasenwiesen“ wurde zeitlich nach hinten geschoben, weil es sonst für 2019 zu viel würde. Verschiedene Neugestaltungen von Gemeindestraßen ergaben sich aus den Anträgen zur Städtebauförderung, werden gegebenenfalls weitergetragen.

Höhere Beträge

Die im Investitionsprogramm vorgesehene „Resterschließung Gewerbegebiet III Wiebelbach“ weist aufgrund neuerer Kostenrechnungen höhere Beträge für 2018 (50 000 Euro) und für 2019 (650 000 Euro) aus. Für ein künftiges Gewerbegebiet Unterwittbach ist 2018 für die Vorplanung 55 000 Euro veranschlagt. 45 000 Euro für die Maßnahme „Gehweg Lengfurter Straße bei den Märkten“ werden auf das Jahr 2020 geschoben. Schiller bestätigte, dass bei der Straßenbeleuchtung auf LED noch ein Haushaltsrest da sei.

Beim Thema Abwasserbeseitigung ist die Maßnahme in der Hauptstraße im Bereich Kirche/Junkergasse von 2018 auf 2019 geschoben. Die Kanalisation „Rest Gewerbegebiet III Wiebelbach“ sieht sich von 2018 auf 2019 platziert, dort stehen nun 820 000 Euro. 49 000 Euro sind 2018 für die Vorplanung für ein künftiges Gewerbegebiet in Unterwittbach eingestellt.

Für das geplante Projekt im Fürstin-Wanda-Haus, welches 2019 für 94 000 Euro verwirklicht werden soll, müssen laut Thoma wegen des Förderantrags die Planungen schon 2018 laufen, weshalb dort im Investitionsprogramm 25 000 Euro vermerkt sind. Für die Ersatzbeschaffung des 16 Jahre alten Caddy im Bauhof sind für heuer 25 000 Euro eingeplant, für Grunderwerb für das geplante Gewerbegebiet Unterwittbach 710 000 Euro von insgesamt 1,557 Millionen Euro.

Geld für Hochbehälter

Für die Erneuerung des Hochbehälters Kreuzwertheim sollen die großen Brocken in den Jahren 2021 (600 000 Euro) und 2022 (666 000 Euro) kommen. Für Grunderwerb im forstwirtschaftlichen Unternehmen stehen im Investitionsprogramm heuer 10 000 Euro, für den Grunderwerb „Sanierungsgebiet Altort“ 100 000 Euro, für den Grunderwerb unbebauten Grundbesitzes 50 000 Euro. Die letztgenannten Zahlen sind auch in den Folgejahren bis 2021 so veranschlagt.

Der Bürgermeister meinte zu den Zahlen, „der Gemeinderat entscheidet“. Der gesamte Betrag im Investitionsprogramm liege für 2018 bei knapp über drei Millionen Euro, für 2019 gar bei über fünf Millionen Euro. Dies sei bei einem Verwaltungshaushalt von über acht Millionen Euro eine „enorm hohe Investitionsrate“. Dies seien jedoch Investitionen in die Zukunft, um vorhandene Infrastruktur auf das Laufende zu bringen.

Der Ausschuss empfahl dem Marktgemeinderat einstimmig, das besprochene Investitionsprogramm mit den erarbeiteten Änderungen zu beschließen.