Kreuzwertheim

Kulturangebot Abwechslungsreiches Programm in der Prassek-Scheune / Ein Trödelmarkt und Führungen waren geboten

Museumsabend mit besonderem Flair

Kreuzwertheim.Ein besonderer Museumsabend bei Kerzenschein lockte zahlreiche Besucher am Donnerstag in die Prassek-Scheune Kreuzwertheim. Dessen Leiterin Gisela Hyn führte dabei durch die vielfältige Ausstellung, die an diesem Adventsabend einen besonderen Flair hatte. „Es ist immer wieder anders, wenn man hier her kommt und vor allem richtig schön“, meinten die Besucher. Bei den persönlichen Führungen war Hyns Begeisterung für die Museumsstücke spürbar. Zu vielen von ihnen konnte sie Geschichten erzählen. Auch bei vielen Gästen weckten die Exponate Kindheitserinnerungen.

Das besondere Flair des Museumsabends strahlte bis hinüber in die Main-Tauber-Stadt. So kam auch der Wertheimer Nachtwächter in seiner „Amtskleidung“ zu einem Überraschungsbesuch vorbei. Hyn berichte, dass die Prassek-Scheune im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Zu diesem Anlass seien verschiedene handwerkliche Workshops geplant.

Eine weitere Besonderheit erwartete die Gäste im Gewölbekeller der Scheune, der sonst nicht zugänglich ist. Wer dem mit Kerzen erleuchteten Weg dorthin folgte, erlebte einen besonderen Trödelmarkt.

„Damit wollen wir auch den Keller und seine Möglichkeiten zeigen“, erklärte Hyn im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Verkauf stand unter dem Motto „Trödel-Tafel“. Man habe den Begriff bewusst gewählt, um den Begriff Tafel zu präsentieren, sagte die Museumsleiterin. „Eine Tafel als Tisch in der Mitte war früher etwas Besonderes.“ Er sei der festliche Ort des Hauses gewesen, es wurde getafelt und man lauschte Musik.

Unter dem Motto „Rares gegen Bares“ konnten die Gäste allerlei Artikel aus der vergangenen Zeit erstehen. „Manchmal möchte man im Museum auch schöne Stücke kaufen“, stellte Mitorganisatorin Ruth Roth fest. So fanden sich antike und weniger Antike Erbstücke und Kellerfunde. Vieles stammte aus der Zeit um 1900 oder früher. Zu den Stücken gehörte Schmuck, genauso wie Leuchter, Dekorationsartikel, Dekorationsteller mit alten Wertheimansichten, Silberwaren und Weihnachtsschmuck.

Bei der Vielfalt war für jeden etwas geboten. So manches Stück bot auch Gelegenheit zum Fachsimpeln, zum Beispiel über die Fertigung aufwendige Drechselarbeiten. Die Einnahmen aus dem Trödelmarkt kommen der Alfred Prassek Stiftung zu Gute, die das Museum betreibt. bdg