Kreuzwertheim

Ehrung Außergewöhnliches kirchenmusikalisches Engagement wurde mit der nur alle sechs Jahre vergebenen Auszeichnung gewürdigt

„Soli Deo Gloria“-Preis für Rainer Lange

Archivartikel

Hohe Auszeichnung für Rainer Lange. Für sein Engagement wurde der Kirchenmusiker mit dem Preis „Soli Deo Gloria“ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern gewürdigt.

Kreuzwertheim. Kirchenmusik ohne Rainer Lange? Das ist kaum denkbar und das vor allem, aber nicht nur, in Kreuzwertheim. Sein Engagement macht weder vor Landes- noch vor konfessionellen Grenzen halt. Er musiziert nicht nur in der bayerischen Marktgemeinde, sondern auch im benachbarten baden-württembergischen Wertheim, vornehmlich aber nicht ausschließlich in evangelischen, sondern, wenn er gefragt wird, auch in katholischen Gottesdiensten.

Wer wäre also ein würdigerer Träger des Preises „Soli Deo Gloria“ der Evangelisch-Luherischen Landeskirche in Bayern, der im Kirchenkreis nur alle sechs Jahre verliehen wird, was seine Bedeutung unterstreicht. Dass die Würdigung Langes kürzlich im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Kreuzkirche stattfand und dass dafür eigens Dekan Rudi Rupp und Bezirkskantor Christoph Emanuel Rupp aus Aschaffenburg nach Kreuzwertheim kamen, war mehr als angemessen.

Einen „Kirchenmusiker vom Scheitel bis zur Sohle“ und ein „großes Geschenk“ für die Gemeinde nannte der Dekan bei der Gelegenheit Lange. Mehr als vier Jahrzehnte lang ist der Ausgezeichnete bereits aktiv an der Orgel und im Posaunenchor, länger als 30 Jahre leitet er schon den Kirchenchor. Da ist es eigentlich nur folgerichtig, dass seit über 20 Jahren alle musikalischen Fäden in Kreuzwertheim bei ihm zusammenlaufen. Vom „Bauchgrimmen“, das sie gehabt habe, als sie erstmals dem Organisten begegnen sollte, sprach Pfarrerin Stephanie Wenger. Das verflog aber schnell, denn sie habe einen aufgeschlossenen Menschen getroffen, der auch Neuerungen sehr positiv gegenüberstehe. Wünsche beantworte er meist mit den Worten „kein Problem, das können wir machen“ und die Ankündigung seines absehbaren beruflichen Ruhestandes „versüßte“ er damit, dass er dann „noch viel mehr Orgel spielen“ könne.

Und der Geehrte selbst? Der nahm die Auszeichnung stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen in den von ihm geleiteten Chören entgegen, lud alle Interessierten zu Kirchen- und Posaunenchorproben ein und bedankte sich insbesondere auch bei den Solistinnen Andrea Fürle, Sonja Miranda Martinez und Bianca Schütz sowie beim langjährigen Wertheimer Bezirkskantor Manfred Lutz.

Dass Miranda Martinez, Schütz und Lutz die Preisverleihung musikalisch begleiteten, war Rainer Lange dabei sicher eine besondere Freude.