Kreuzwertheim

Gemeinderat Gremium diskutiert über Stellplätze im Wohnquartier „Zwischen den Türmen“

Turnhalle in Röttbach wird teurer als geschätzt

Wo sollen in Kreuzwertheim neue Parkplätze entstehen? Und braucht die Marktgemeinde überhaupt weitere Stellflächen?

Kreuzwertheim. Antwort auf die zweite Frage soll eine Analyse geben, mit dessen Erarbeitung der Gemeinderat in seiner November-Sitzung nichtöffentlich ein Architektur- und Stadtplanungsbüro beauftragt hatte.

Erst wenn dieses Ergebnis vorliegt, will das Gremium über die Schaffung von Parkraum im Wohnquartier „Zwischen den Türmen“ entscheiden, wurde in der Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen.

Ein entsprechendes Areal hatte der Bau- und Umweltausschuss Ende September besichtigt (wir berichteten). Ursprünglich war es dabei um die Eingabe eines Anwohners gegangen, der geltend gemacht hatte, dass von öffentlicher Fläche unzulässig Oberflächenwasser auf sein Grundstück laufe. Außerdem, hatte er geklagt, dass Autofahrer das Areal als Abkürzung von der Straße „Zwischen den Türmen“ zur Hauptstraße nutzten.

Wenn man da etwas mache und Geld ausgeben müsse, könne man das doch mit der Schaffung von Parkplätzen verbinden, so die Schlussfolgerung im Bauausschuss. Zumindest abwartend bis skeptisch wurde allerdings von Seiten der Regierung von Unterfranken eine Zuschussfähigkeit des Projektes zum jetzigen Zeitpunkt eingeschätzt. In der Vorlage für die Gemeinderatssitzung am Dienstag wurden nun zwei Möglichkeiten aufgezeigt. Nämlich zum einen, unabhängig von einer möglichen Förderung die Fläche provisorisch zu schottern, um eine Nutzung als Parkplatz zu ermöglichen.

Keine Fakten schaffen

Bürgermeister Klaus Thoma sprach sich allerdings dagegen aus, Fakten zu schaffen und plädierte dafür, zunächst Gespräche mit den betreffenden Eigentümern über eine Grundstücksneuordnung zu führen. Dann solle man die Ergebnisse der Stellplatzanalyse abwarten und anhand derer ein Büro mit einer Entwurfsplanung und Kostenermittlung beauftragen.

Parallel sollen Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. Schon vorher aber sollen die Probleme mit der Ableitung des Oberflächenwassers möglichst kostengünstig gelöst und der Abkürzungsverkehr mittels eines Absperrpfostens verhindert werden.

Die aktuell größte Baumaßnahme ist der Umbau und die Erweiterung der Halle in Röttbach. Frank Theobald (Freie Wähler) hatte im Oktober eine aktuelle Kostenschätzung gewünscht. Die vom September vergangenen Jahres datierte Berechnung belief sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Allerdings fehlten seinerzeit noch die detaillierten Ergebnisse einiger Fachplaner. „Wir waren unter Zeitdruck, weil wir in das Förderprogramm kommen wollten“, begründete Bürgermeister Thoma.

Nach seinen Aussagen beträgt die Kostendifferenz nach dem Stand von Ende Oktober dieses Jahres gegenüber der Berechnung 193 666 Euro. Den größten Anteil davon entfällt, mit rund 104 000 Euro, auf die Elektroinstallation mit Blitzschutz. Bei den Rohbauarbeiten liegt die Differenz bei 48 681 Euro und bei der Sanitärinstallation beträgt sie 35 858 Euro.

Angesichts der aktuellen Überhitzung in der Baubranche „bin ich froh, dass es nicht noch mehr ist“, sagte Thoma.