Külsheim

Pater-Alois-Grimm-Schule Lernpartner, Lernbegleiter und Schüler werkeln derzeit kräftig zusammen mit Vertretern des Vereins „Naturspur“ im Außenbereich

30 Meter lange Seilbahn entsteht in Eigenarbeit

Archivartikel

Eine neue Attraktion wird bald das Außengelände der Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim bereichern: Derzeit wird eine Seilbahn gebaut.

Külsheim. Die Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim gestaltet seit Jahren schon das Außengelände der Schule um. Derzeit entsteht in Zusammenarbeit von Lernpartnern und Lernbegleitern der Schule mit dem Verein „Naturspur“ eine Seilbahn mit 30 Metern Länge.

Bauarbeiten laufen

Die Umgestaltung des Außengeländes hatte im Frühjahr 2012 begonnen und inzwischen sind Projekte wie Kletterspielgelände, Chill-Zone, Kletterwand, Wasserspielgelände, Schulgarten und Amphitheater geschaffen worden. Alle Projekte wurden durch Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam mit dem Verein „Naturspur“ umgesetzt. Die Arbeiten an der Seilbahn haben vor einer Woche mit Baggerarbeiten begonnen, als Bauzeit ist eine Woche vorgesehen.

Finanziert wird das Projekt durch gemeinsame Aktionen der Lernpartner, Lernbegleiter und Eltern. Dazu gehören der Unicef-Lauf, Auftritte der Lehrerband „Page“, Crowdfunding oder Verkaufsaktionen wie die Kaffeebar am Großen Markt und am Historischen Markt. Die Lernpartner, die den Bau der Seilbahn durchführen, sind aus den Lerngruppen sieben und acht. Aus Reihen der erwachsenen Lernbegleiter sind diesmal Ralf Fiederling, Patrick Münkel und Dieter Breitweg dabei, „Wiederholungstäter“ inbegriffen. Sie sind überall anzutreffen, motivieren und werkeln in einem.

Breite Unterstützung

Die Firma Würth sponsert das Projekt mit 1000 Euro und es gibt für die 25 teilnehmenden Lernpartner jeweils einen kleinen gefüllten Werkzeugkoffer sowie T-Shirts. Unterstützung per Maschinen und Werkzeug bieten die ortsansässige Firma „Baumaschinen Wölfelschneider“ und der Städtische Bauhof. Versorgt werden die hungrigen und durstigen Bauarbeiter mit Frühstück und Mittagessen durch die Lernpartner und Lernbegleiter aus dem Fach „Alltagskultur, Ernährung, Soziales“.

Vom Verein „Naturspur“ sind Holger Thullner und Fritz Pankrath die ganze Woche auf der Baustelle. Sie haben nicht nur den Plan gemacht, sondern begleiten die Arbeiten mit Rat und Tat, schauen, dass in puncto Sicherheit die Normen eingehalten werden. Die Männer vom Verein „Naturspur“ unterstreichen, die Zusammenarbeit klappe immer sehr gut. Die Schüler und Lehrer seien engagiert dabei, den Jugendlichen werde ermöglicht, ihre Qualitäten einzubringen.

So gehen die Arbeiten auf der ehemaligen Mountainbike-Strecke gemeinsam voran, Vieles läuft parallel. Zu Beginn wurde ausgeschoben, das Gelände angepasst, damit die Seilbahn auch funktionstüchtig wird. In allen Bereichen werden die nötigen Vorarbeiten geleistet. Masten wurden gestellt, das Gelände terrassiert, Zugänge geschaffen, Stufen und Sitzmöglichkeiten geformt. Alles muss den Anforderungen genügen. Auch der TÜV wird ein waches Auge haben.

Die Kinder und Jugendlichen sind vorab gefragt worden, ob sie bei dem Projekt mitwirken wollen. Sie sind, wie bei anderen solchen Aktionen auch, gerne über die normale Schulzeit hinaus vor Ort. Einige sind sogar schon gegen 18 Uhr auf der Baustelle gesichtet worden.

Bei dem Bautrupp dabei sind auch Simon Stang und Hendrik Baußenwein. Sie waren die ersten drei Tage der Woche komplett auf der Baustelle, „Schule wird nachgeholt“. Beide arbeiten eigenem Bekunden nach „alles was anfällt“. Da werden Baumstämme mit der Flex abgeschliffen, aus Gründen der Sicherheit und der Schönheit, oder Holzbretter mit der Oberfräse bearbeitet oder beide sind bei den Erdarbeiten anzutreffen.

Lisa Schäfer und Jule Hofmann machen bei vielen Projekten mit, auch bei der Seilbahn. Schleifen, fei-len, hobeln und auch sägen steht für die Mädels an, auch mal „Stämme hochtragen oder feinere Arbeiten“. Beide haben auch schon eigene Sitzmöbel gebaut. Für die Schule ist ein Film- und Fototeam unterwegs, den ganzen Ablauf vielschichtig zu dokumentieren und so viel wie möglich einzufangen. Liam Körner koordiniert, schaut auch nach der Zeitrafferkamera. Alex Biedermann macht den Schnitt, ein Film wird bei einem Wettbewerb eingereicht.

Logischer Schritt im Konzept

Rektor Udo Müller bezeichnet den Bau der Seilbahn als weiteren Baustein und logischen Schritt im Gesamtkonzept, die Gestaltung des Außengeländes der Schule fortzusetzen. Er lobt die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen bei der Mitarbeit, für manche sei es ein Höhepunkt, die eigenen Stärken so einbringen zu können.

Die Seilbahn kann in Kürze von allen Lernpartnern von Lerngruppe eins bis zehn benutzt werden. Man fährt auf der Seilbahn auf einer Art „Teller“ sitzend. Die Vorfreude ist inzwischen von „groß“ auf „sehr groß“ angewachsen.