Külsheim

Traditioneller Jahresabschlussempfang Rund 300 Bürger versammelten sich in der Festhalle / Umfassend Rückschau gehalten / Bürgermeister lobt großes ehrenamtliches Engagement

Brunnenstadt ist weiter vorangekommen

Die Stadt Külsheim führte auch in diesem Jahr wieder ihren traditionellen Jahresabschlussempfang durch.

Külsheim. Etwa 300 Menschen waren am Donnerstagabend in die Festhalle der Brunnenstadt gekommen, entweder als Vertreter von Vereinen und Gruppen, von Behörden und Institutionen oder als interessierte Mitbürger. Bürgermeister Thomas Schreglmann schaute umfassend auf die zurückliegenden Monate ebenso wie auf die nahe Zukunft.

Nach der Begrüßung auch manch besonderer Gäste verdeutlichte der Bürgermeister, man habe das Gefühl, die Welt komme nicht zur Ruhe. Es brenne an vielen Ecken und Enden, die Zahl der Despoten nehme jedes Jahr weiter zu. In deren Wortschatz fehle das Wort „Moral“ und er meine, die Demokraten auf dem Globus hätten keine Antwort auf das „Ich zuerst . . .“ Europa, das über 70 Jahre Frieden und Wohlstand gebracht habe, drohe auseinanderzubrechen.

Analyse des Bürgermeisters

Schreglmann streifte diverse politische und nicht politische Höhepunkte, analysierte schließlich, die größte Wachstumsbremse bleibe der Fachkräftemangel. Im Großen und Ganzen jedoch klage man auf hohem Niveau. In Külsheim habe dank guter Konjunktur und dank guter Steuereinnahmen wieder viel bewegt werden können. Der Bürgermeister listete an großen Projekten in der Gesamtstadt die Erschließung neuer Bauplätze in Hundheim und Steinbach, den Anbau „großes Lernatelier“ an die Schulsporthalle und die energetische Sanierung der Sporthalle. Ein großes Stück weitergekommen sei man bei der Stadtsanierung in Külsheim wie auch in Hundheim. Die Konversion der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne laufe weiterhin gut, so Schreglmann. Vier große Gebäude seien abgebrochen worden, um Platz zu schaffen für Neubauten, für die es bereits Interessenten gebe.

Zwei vormalige Unterkunftsgebäude seien an eine Firma von außerhalb verkauft worden, diese Firma verlagere mit 50 Arbeitsplätzen komplett nach Külsheim. Das aufgearbeitete und recycelte Abbruchmaterial werde als vollwertig zertifizierter Baustoff für den Feld- und Waldwegebau genutzt. Doch seien an manchen Stellen zu viele Fremdstoffe drin, hier müsse die Firma nacharbeiten.

Viel umgesetzt

Der Bürgermeister sagte in seinem Jahresrückblick, der Glasfaserausbau in Külsheim und in allen Ortsteilen sei fast fertig, die Ortsmitte Eiersheim mache große Fortschritte, die historische Stadtmauer an den Kastanienbäumen sei saniert, der neue Spielplatz an der Pappelallee eingeweiht. Die Stadt habe ein neues Feuerwehrauto bekommen für Hundheim-Steinbach, auch ein Logistikfahrzeug für die Külsheimer Wehr, für Uissigheim sei ein neues Feuerwehrfahrzeug bestellt.

Erfreulicherweise werde wegen steigender Geburtenzahlen mehr Platz in den Kindergärten gebraucht, so Schreglmann, auch eine weitere Krippengruppe in Hundheim geschaffen mit Ganztagsbetreuung und Mittagessen. Für die Sanierung und Erweiterung des evangelischen Kindergartens in Külsheim unter Einbeziehung von Pfarrhaus und Wohnhaus sei ein Architekt beauftragt.

Der Bürgermeister unterstrich, der Windpark im Stadtwald laufe super, eine große Photovoltaikanlage sei auf die Kläranlage gebaut, das Nahwärmenetz in Steinfurt werde derzeit umgesetzt. Der Neubau des Pflegeheims an der Külsheimer Haagstraße gehe mit großen Schritten voran. Stark gefordert habe das extreme Regenereignis am 15. Juli mit großen Überschwemmungen, viele Bürger in der Stadt seien betroffen gewesen.

Schreglmann betonte, alles in diesem Jahr habe geleistet werden können ohne Neuverschuldung, es hätten sogar Schulden weiter abgebaut werden können. Durch die 2018 getätigten Verkäufe könne das restliche Darlehen zum Kauf der Kaserne zurückgezahlt werden. Der Bürgermeister unterstrich, viele Dinge hätten nur deshalb umgesetzt werden können, „weil wir alle zusammen geholfen haben“. Stadt/Stadtverwaltung könnten dies alleine nicht schaffen.

Das Stadtoberhaupt lobte das ganz große ehrenamtliche Engagement „von allen“, bezog Vereine wie Privatpersonen mit ein, listete dabei Aktivitäten im ganzen Stadtgebiet. Er sagte zum Abschluss des Rückblicks „Herzlichen Dank an alle“, welche die Stadt Külsheim durch ihr Engagement unterstützt hatten. Man könne gemeinsam darauf stolz sein.

Es folgte des Bürgermeisters Ausblick auf 2019 sowie das Grußwort von MdB Nina Warken [Extra-Bericht). Das Jugendblasorchester der Musikschule unter der Leitung von Achim Klein umrahmte die Veranstaltung mit erbaulichem Liedgut.

Städtische „Bilder des Jahres 2018“ zeigten die Geschehnisse und Entwicklungen der vergangenen Monate anschaulich auf. Nach Abschluss des offiziellen Teils stand der Abend im Zeichen vieler guter Gespräche in kleineren Gruppen.