Külsheim

Gemeinderatssitzung Gremium über Glasfaserverlegung informiert

Ein Masterplan für die Gesamtstadt

Külsheim.Bei der öffentlichen Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montagabend im Rathaus ging es auch um den „Masterplan Glasfaserverlegung“ in der Gesamtstadt. Jürgen Katzer von der Firma IKT informierte über den aktuellen Sachstand.

Der derzeitige Ausbau sei eine gute Variante für Bandbreiten von 30 bis 100 Megabit. Für die Gemarkung von Gesamt-Külsheim sei ein komplettes Konzept erstellt worden für ein glasfaserbasiertes Kommunikationsnetz zur Sicherung der künftigen Breitbandversorgung. Synergien sollten genutzt, Leerrohre mitverlegt werden. Die Nutzungsdauer der Infrastruktur solle mindestens 40 Jahre betragen.

Der Referent erläuterte die Verteilung in den Ortsteilen oder in bestimmten Bereichen bis hin zu den einzelnen Gebäuden. Zudem listete er die Vorteile von Glasfaser auf. In Gesamt-Külsheim gebe es in der Summe 2238 Hausanschlüsse – in vorhandenen Gebäuden sowie möglichen künftigen Baugrundstücken.

Katzer verwies auf Fördermaßnahmen, aufgelegte Programme, sinnvolle Leerrohrlängen und darauf, dass ein schematischer Verlaufsplan erstellt werde. Dieser helfe bei Maßnahmen wie Gehwegsanierungen. Der Fachmann erläuterte die Technik und die Vorteile der 61 gewählten Netzverteiler. Külsheim müsse 16,5 Millionen Euro in die Hand nehmen, um alle Bereiche mit Glasfaser zu versorgen.

Der Experte betonte die Notwendigkeit einer guten Dokumentation der Maßnahme als Grundlage für weitere Planungen. Zusammenfassend meinte er, Glasfasernetze arbeiteten beinahe verlustfrei, die Bandbreitenentwicklung sei sehr hoch und ein flächiger eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht zu erwarten.

Während der folgenden Debatte war zu erfahren, dass für den Nutzer Kosten ab der Grundstücksgrenze entstehen, eine komplette Umsetzung wohl Jahre dauern werde. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, die Dokumentation zu verwalten. Die e Verteilerkästen seien so platziert, dass 30 bis 50 MB ankommen.

Wie Katzer sagte, entstehe das Netz nach und nach. Die Umsetzung des Masterplans könne nur mit großer Unterstützung von Bund und Land gelingen, ergänzte Bürgermeister Thomas Schreglmann. hpw