Külsheim

Nach fünf Jahrzehnten Renate Hauck aus dem aktiven Kirchendienst gebührend verabschiedet

Eine „Institution“ der katholischen Pfarrgemeinde

Archivartikel

Eiersheim.Renate Hauck geht nach über 50 Jahren als Helferin für verschiedene Kirchendienste in den wohlverdienten Ruhestand. Nachdem sie im Oktober 2017 ihren 75. Geburtstag feiern durfte, hat sie nun zu Ostern ihre langjährigen kirchlichen Dienste beenden.

In einer feierlichen Messe bedankte sich Pater Joachim Seraphin bei Renate Hauck für die vielen Dienste in der Pfarrgemeinde Eiersheim. Pfarrgemeinderat Uwe Göbel überreichte ihr zu Ehren einen Präsentkorb.

Seit über 50 Jahren war Renate Hauck zuständig für das Holen der Christbäume und das Aufstellen dieser am Hauptaltar und in der Taufkapelle.

„Erst habe ich die Bäume im Wald ausgesucht, gezeichnet, dann heimgeführt und aufgestellt“, so Renate Hauck. Seit ihrer Hochzeit 1965 mit ihrem Mann, Mesner Gustav Hauck, unterstützte sie diesen in verschiedenen kirchlichen Diensten. Ihr Ehemann Gustav war selbst 41 Jahre Mesner (1950 bis 1991), ehe er 1991 plötzlich starb. Auch nach dem Tod ihres Mannes half sie in diesem Kirchendienst mit und unterstützte die Pfarrgemeinde darin bis heute. Ferner oblag ihr Dienst von 1965 an bis zur ersten großen Innenrenovierung, dem Abschluss 1972, dem Läuten mit den Stricken, welches auch in den ersten Jahren nach dem Kommen des damaligen neuen Ortspfarrers Friedrich Hemmer (1964) von Renate Hauck mitdurchgeführt wurde. Auch ihr Sohn Egon „hing noch an Seilen“, wie Renate Hauck mit einem Lächeln bemerkte.

Nach der Innenrenovierung und der großen Firmung 1972 wurde die Taufkapelle für Taufen genutzt und die Technik des „Läutens“ veränderte sich fortwährend. Dennoch half sie all die Jahrzehnte bei verschiedenen Anlässen beim Läuten mit.

Ferner war sie in den letzten 15 Jahren zusätzlich für Blumenschmuck in der Kirche zuständig und für den Kirchhof mit der Außenanlage (Mäharbeiten, Winterdienst, Pflege Außenanlage der Pfarrkirche). Liebevoll schmückte Renate Hauck den Hauptaltar und die Seitenaltäre. Im Bereich der Außenanlage half Sohn Egon aktiv mit.

Um vieles gekümmert

Pater Joachim Seraphin zählte Renate Hauck zu einer „Institution“ der Eiersheimer Pfarrgemeinde. Das Öffnen und Schließen der Kirchenpforten lagen in ihrer Hand. Sie schaute in und um der Pfarrkirche St. Margareta Eiersheim nach dem Rechten und prüfte, „ob innen und außen an der Kirche alles in Ordnung ist“. Ihre Dienste im Einzelnen aufzuzählen, so Pater Joachim, sei schlichtweg unmöglich. Für Pater Joachim sei dies auch kein Abschied von der Kirche, in der sie in ihrer Kirchenbank immer einen Platz habe, sondern es sei ein Abschied von wichtigen kirchlichen Diensten.

Die Pfarrgemeinde ist nun um eine Nachfolgeregelung für die verschiedenen Dienste bemüht. Diese können auch von einem Team durchgeführt werden, so der Pater. Im Pfarrblatt werden demnächst die verwaisten Kirchendienste ausgeschrieben, am Ende der Heiligen Messe machte Pater Joachim noch einmal Werbung für die wichtigen Kirchendienste, in der Hoffnung, dass sich jemand findet. wokru