Külsheim

Konzert Gela und Dedl von „Nordic Sunset“ gastierten in der Gaststätte „Zur Rose“

Enorme musikalische Vielfalt

Archivartikel

Külsheim.In der Stadtschänke „Zur Rose“ in Külsheim gab es am Freitag Livemusik mit Gela und Dedl von „Nordic Sunset“. Das Duo überzeugte bei seiner facettenreichen musikalischen Tour quer durch ver-schiedenartige Kunstformen, Himmelsrichtungen und Epochen. Das Publikum wiederum war die gan-zen zweieinhalb Stunden des Konzerts begeistert mit dabei. Der Gastgeber hatte einen guten Griff getan.

Die Veranstaltung war eigentlich im nahen Biergarten geplant, der nachmittägliche Regen hatte diesem Vorhaben allerdings unüberwindbare Grenzen gesetzt. So traf man sich eben drinnen und erlebte miteinander einen in vielerlei Hinsicht schönen Abend. Die beiden Künstler mit durchaus unterschiedlicher musikalischer Vergangenheit hatten eine ansehnliche Auswahl an Instrumenten mitgebracht und verstanden es, diese prächtig einzusetzen.

Das Duo ergänzte seine Kunst des gemeinsamen Musizierens durch gelungenen Einsatz der eigenen Stimmen, egal ob in mehreren Sprachen singend oder, mit durchaus lockerer Zunge ausgestattet, mit eloquenten verbindenden und ankündigenden Wortbeiträgen. Diese Melange unterhaltsamer Natur ließ die Besucher von Beginn an mitgerissen lauschen und in sich versinken, schmunzeln und/oder lachen, mitsingen und reine Lebensfreude verspüren.

Das Programm der beiden Vollblutmusiker reichte von Klassik über Folk und Pop bis hin auch zu Klezmer, man hörte Albert Hammond, John Denver oder Hannes Wader ebenso wie hanseatische Klänge und skandinavische Songs. „Nordic Sunset“ hatten die Stücke auf individuelle Art angelegt und dargeboten, lebten die Lieder gleichsam mit. Die Texte vermittelten Melancholie und Lebenskraft, oft auch überwältigendes Behagen am puren Dasein.

Die zwei Hamburger im aus ihrer Sicht tiefen Süden hatten den Draht zum Publikum schnell gefunden, erzählten über ihre Lieder und von sich selbst, kokettierten manchmal auch mit den Eigenheiten der Bewohner ausgewählter Landstriche. Die Stimmung passte bei dem bunten Live-Programm mit dessen enormen Buntheit an musikalischen Tonfarben. Die Kleinkunst in der Stadtschänke ging auf prickelnde Weise unter die Haut, ganz nah an die Herzen und Seelen.

Die Unterhaltungskünstler bekamen Applaus nach jedem Stück, ganz besonders nach dem ruhigen Abschlusslied zum vermeintlichen Ende der musikalischen Darbietungen. Als Zugaben erklang ein Lied über „Mutter Erde“ mit einem sehr sanften Abschluss, danach „Heute hier, morgen dort“, dem Durchschnittsalter der Zuhörerschaft durchaus angepasst. Der Großteil der Anwesenden sang textsicher mit, auch beim Quasi-Rausschmeißer „Far, far away“, bei dem sich die Besucher als kleinen Massenchor präsentierten, als „Rose Singers“ mit musikalischem Geleit. hpw