Külsheim

Drittes Triker-Treffen Insgesamt 200 Teilnehmer an drei Tagen / Zahlreiche Wettbewerbe / Viele interessierte Gäste

Erfahrungsaustausch und viel Spaß

Uissigheim.Das Sportgelände des VfR Uissigheim war am Wochenende schon zum dritten Mal das Zentrum der Welt für viele Triker aus allen Himmelsrichtungen. Von Freitag bis Sonntag waren insgesamt an die 200 Trikes zu bewundern. Für die Fahrerinnen und Fahrer mitsamt Begleitung standen Fachgespräche ebenso im Mittelpunkt wie Musik, ein Trike-Korso als Ausfahrt oder Spaß an der Freude, wie bei der Spiele-Olympiade.

Gemeinsame Veranstalter des dreitägigen Events waren Roth's Trike-Treff (Elsenfeld-Rück), Big Wheeler (Interessengemeinschaft von Trikern aus Franken, Hessen, Bayern) sowie die "Fördergruppe VfR Uissigheim". Die ersten Triker trafen bereits am Mittwochabend, ganz Eifrige reisten gar von einem anderen Treffen an. Viele blieben über alle drei Tage, andere kamen als Tagesgäste. Mit zu der Veranstaltung gehörten natürlich auch jene Besucher, welche die lack- und chromglänzenden dreirädrigen Kraftfahrzeuge bestaunten und sich ansonsten locker unter die Trikergemeinde mischten.

Das Trike-Treffen in Uissigheim hat sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt. Die Veranstaltung findet im jährlichen Wechsel statt mit der Holzmesse und dem Wettbewerb "Lumber Jack". Viele der Triker sind zum wiederholten Male bei dem Treffen in Uissigheim. Sie tragen Kutten mit Botschaften wie "Triker - locker und geschmeidig" oder "Am 8. Tag schuf Gott die Trikes".

Sie alle kennen das Gefühl, beim Fahren auf besondere Art Landschaft zu genießen, gleichermaßen konzentriert wie entspannt. Man/frau kennt sich oder beginnt damit im lockeren Gespräch, die Triker bilden eine große Familie, insgesamt gilt "drei Räder verbinden".

Am Samstagnachmittag waren etwa 90 Trikes, meist mit zwei Leuten besetzt, unterwegs bei einem Korso nach Amorbach, zusätzlich fuhren Motorräder aus Uissigheim mit. Hin- und Rückweg mit einer Gesamtdauer von zweieinhalb Stunden brutto gestalteten sich von der Strecke her unterschiedlich. Gleich blieb jedoch, dass der lange Zug von Trikes Aufsehen erregte und die Leute vom Straßenrand aus fröhlich zuwinkten. Auch eine Gruppe von Wallfahrer zeigte sich begeistert über die überraschende Begegnung.

Roland Fromm sah mit Kennerblick sofort, dass viele moderne Trikes vor Ort sind, entdeckte aber auch "alte Schätzchen" von Hersteller die es gar nicht mehr gibt. Jene sind bis zu 25 oder gar 30 Jahre alt, "Trikes mit Käfer-Motoren". Heute würden moderne Motoren verwendet, von Peugeot, Ford, Mitsubishi. Auch das stärkste einsitzige Trike ist zu bewundern, "Reno mit seiner Hayabusa", mit 320 PS, "davon gibt es nur 17 Stück auf der Welt".

Harald Schmitz ist aus Köln gekommen, mit dem E-Trike. "Das ist mein Erlkönig", sagt er schmun-zelnd, denn das Trike-Treffen in Uissigheim ist das erste, zu dem er mit dem E-Trike gekommen ist. Zur Entwicklung eines solchen Gefährts, erläutert Schmitz, würden viele Spezialisten aus allen Fachgruppen gebraucht. Das E-Trike habe eine Reichweite bis zu 500 Kilometer und 105 PS, sei erst ab 2019 erhältlich. "Man nimmt die Dinge besser wahr", kommentiert er das geräuschlose Fahren.

Beim Treffen in Uissigheim wurde beim Wettbewerb "Triker vom Stahlberg" durch ein unabhängiges Komitee eine Vorauswahl unter den schönsten Trikes getroffen. Schließlich entscheid Applaus über die Platzierung der schönsten drei Trikes. Vorne lag Richard Reisacher mit seiner "Harley Davidson" vor Manfred Adrian mit einer "rewaco" und Robert Seidler mit einer "Boom Mustang SF1".

Bei der Spiele-Olympiade konnten es die teilnehmenden Gruppen so richtig krachen lassen, maßen sie sich doch vor den Augen eines großen Publikums in unterschiedlichen Disziplinen. So war beim "Traktor ziehen" zu zweit mittels Seilen eine ordentliche Strecke zu bewältigen. Beim "Brennholzsägen mit der Muskelkraft der Beine" wurde die eingesetzte Dynamik auf einem Fahrrad umgelenkt hin zu einer Kettensäge mit per Hand steuerbarer Schnitttiefe.

"Reifen rollen" geschah im paarweisen Wettstreit geradeaus, im Slalom, mit vollem Körpereinsatz bis hin zum gekonnten Zielsprung, "Bierkisten stapeln" in der Waagerechten zwischen zwei Mannen. Bei dieser Trike-Olympiade gewann "Team Rück" vor "Germanen Triker" und "Trikefreunde Mittelhessen".

Mit zum unterhaltsamen Programm gehörten natürlich die musikalischen Stunden. Am Freitagabend gab es Musik aus der Dose mit "DJ Dieter", am Samstag die Rocknacht mit der Band "The Unknown Heroes" und am Sonntagvormittag den bayrischen Frühschoppen, wieder mit " DJ Dieter".

Die weiteste Anreise hatte Ernst Bartag aus Erding mit 320 Kilometern, Richard Reisacher mit 75 Jahren, der größte Trikeclub die "Germanen Triker" aus Großwallstadt mit 15 Trikes.