Külsheim

Planungen Verantwortliche der Stadt Külsheim wollen in den nächsten Monaten viele Projekte umsetzen oder zumindest auf den Weg bringen / 2018 allerhand erreicht

Gute Finanzlage ermöglicht Investitionen

Archivartikel

Finanziell ging es der Stadt Külsheim schon lange nicht mehr so gut. So war es 2018 und ist es 2019 möglich, in Großprojekte zu investieren, um die Kommune weiter voranzubringen.

Külsheim. „Es wird meistens überschätzt, was man in einem Jahr machen kann.“ – Aber es wird gleichzeitig unterschätzt, was in zehn Jahren möglich ist, gibt sich Bürgermeister Thomas Schreglmann beim Pressegespräch im Rathaus als Realist zu erkennen. Deshalb wünscht er sich eine weiterhin „einigermaßen stabil bleibende Konjunktur“. Nachdem „wir bereits ein ganzes Stück weitergekommen sind“, sei es der Kommune nämlich auch dann möglich, verschiedene Vorhaben zu verwirklichen und Kredite abzuzahlen.

Keine neuen Schulden

So habe man seit acht Jahren keine neuen Schulden aufgenommen. Das Handeln der Verwaltung gleiche einem Spagat zwischen Investitionen und Zinsabbau. Denn, so Schreglmann: „Wir müssen darauf achten, künftigen Generationen solide Zahlen zu hinterlassen.“

Ein deutlicher Beleg dafür, dass sich die Finanzen der Stadt Külsheim in den vergangenen Jahren gut entwickelt haben, ist die gesunkene Pro-Kopf-Verschuldung. Diese betrug nach Aussage von Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt Ende 2018 rund 995 Euro.

Nachdem die Brunnenstadt 2010 noch mit etwas über neun Millionen Euro „in der Kreide“ stand, sind ihre Schulden mittlerweile auf rund 5,8 Millionen Euro gesunken. Damals mussten etwa 300 000 Euro jährlich an Zinsen gezahlt werden. Jetzt sind es nur noch zirka 100 000 Euro im Jahr – Tendenz fallend, wie die Verantwortlichen betonen. „Man merkt, dass wir 200 000 Euro mehr im Haushalt Luft haben“, freut sich der Bürgermeister.

Die gute Finanzlage ist auch an einigen im vergangenen Jahr in der Gesamtstadt umgesetzten Projekten abzulesen. Als Beispiele nennen Bürgermeister, Kämmerin, Hauptamtsleiterin Simone Hickl-Seitz und Bauamtsleiter Heiko Wolpert Maßnahmen wie den neuen Anbau der Pater-Alois-Grimm-Schule, den Glasfaser-Ausbau, die Erschließung von Baugebieten, die Fertigstellung der Abwasserkonzeption oder die Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes in Steinfurt. Lobende Worte gibt es dabei auch für die Bürger, die sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich engagiert und bei Projekten wie etwa der Gestaltung der Dorfmittelpunkte in Hundheim und Steinbach oder des Friedhofs in Uissigheim tatkräftig mitgeholfen haben.

Gemeinsam die Stadt voranbringen, lautet die Devise der Verwaltungsspitze auch in den kommenden Monaten. Auf der „Vorhaben-Liste“ stehen zum Beispiel Dinge wie die Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzepts für den Amorsbach. Durch das Entfernen bestehender Verbauungen erwarten die Experten, dass die Taubertallachse künftig wieder den Amorsbach hinauf nach Külsheim wandern können. Im Rathaus der Brunnenstadt hofft man wiederum, dass die Maßnahme vom Land großzügig bezuschusst wird. Auf die finanzielle Unterstützung aus Stuttgart setzen die Külsheimer auch bei der Sanierung der sich in sehr schlechtem Zustand befindlichen Rommelstraße.

Nachdem die Pater-Alois-Grimm-Schule in den vergangenen Jahren ein Investitionsschwerpunkt war, sollen künftig die Senioren im Fokus stehen, erklärt Elke Geiger-Schmitt. Dazu passt die 2019 vorgesehene Eröffnung der Senioreneinrichtung Haus „St. Anna“ ebenso wie die Planung zur Schaffung von seniorengerechten Bauplätzen im Bereich „Ziegelhütte“ in der Kernstadt.

Ihr Augenmerk wollen die Verantwortlichen außerdem auf die Betreuung der Kindergartenkinder legen. Bereits angestoßen ist die Sanierung des evangelischen Kindergartens in Külsheim. Dabei gehen Schreglmann und Co. von einer Bauzeit zwischen zwölf und 15 Monaten aus.

Noch ganz am Anfang der Planungen steht man dagegen beim ins Auge gefassten Neubau des Külsheimer Kindergartens. Hier sind die beteiligten Gremien auf der Suche nach dem passenden Standort. Infrage kommen für das Projekt Flächen im Bereich der Schule ebenso wie im Baugebiet an der Pappelallee oder der neuen Senioreneinrichtung.

Projekte auch in den Ortschaften

Auch in den Ortschaften steht so manches Projekt auf der Agenda. Die Planungen für ein gemeinsames Feuerwehrhaus für Hundheim und Steinbach oder die Sanierung der Stahlberghalle und der Ortsdurchfahrt in Uissigheim sind nur einige Beispiele.

Auch wenn sich die Külsheimer für 2019 ein großes Arbeitspensum vorgenommen haben, wollen sie auch wieder zünftig feiern. So steht im Mai die „Burgkurzweyl zu Cullesheym“ auf dem Terminkalender. Und für den Großen Markt im September kündigt der Rathaus-Chef die ein oder andere Neuerung an.