Külsheim

Evangelischer Singkreis „tiElotse“ A-cappella-Konzert in der Stadtkirche St. Martin begeisterte die Zuhörer

Leidenschaft für die Musik war zu spüren

Archivartikel

Der evangelische Singkreis „tiElotse“ aus Külsheim begeisterte am Sonntag mit seinem Konzert in der katholische Kirche St. Martin rund 140 Besucher.

Külsheim. Zu hören waren Lieder in deutscher, englischer und auch in afrikanischen Sprachen. Der 22-köpfige Chor unter der musikalischen Leitung von Christa Gutmann erfreute über eine Stunde lang seine Gäste.

Eugen Attinger erklärte bei der Begrüßung, der Chor habe seit zwei Jahren mit der musikalischen Leiterin neue Lieder erarbeitet und für ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Es sei eine besondere Herausforderung, ein Konzert zum ersten Mal „a cappella“ zu gestalten.

Danach gehörte die Aufmerksamkeit aller dem Chorgesang, ergänzt durch von Karin Volkert gesprochene Zwischentexte. Die 19 Frauen und drei Männer, die vor dem Altarbereich Aufstellung genommen hatten, agierten durchweg souverän und überzeugten durch ihre stimmliche Sicherheit.

Auf „Komm nun heiliger Geist“ folgten Kyrie, Sanctus und Agnus. Die aus „Missa in C“. „The Rose“ unterstrich, worum es beim Wesentlichen des Lebens geht. Der Chor überzeugte mit seiner Leidenschaft für die Musik und seiner Ausdrucksstärke. Die Sänger schafften es, ihre Stimmen immer wieder miteinander zu verschmelzen, um dann auch wieder „eigene Wege“ zu gehen.

Das Konzert wurde fortgesetzt mit Gospelsongs. „Make love not war“ verkündete die Botschaft „Liebe statt Krieg“, „On the cross of Calvery“ verwies darauf, dass Jesus am Kreuz für die Menschen gestorben sei. „Burden down Lord“ bedeutete „lege die Last ab“. „Babylons Falling“ erzählte die Geschichte von Babylon, dessen Überheblichkeit und Fall, „Down by the Riverside“ davon, Schwert und Schild abzulegen und ein weißes Gewand anzuziehen.

Die Sänger trugen auch diese rhythmisch betonten Songs mit bemerkenswerter Leichtigkeit vor. Zugleich trafen sie den Kern der sprachlichen und musikalischen Botschaft.

Zeitgemäße Lieder aus dem Gottesdienst bildeten anschließend einen weiteren Block des breitgefächerten Repertoires. Es erklangen „Du bist der Ewige“, „Da wohnt ein Sehnen“, „Gott segne und behüte dich“, das besonders temperamentvolle „Singt heilig“ und „Froh die Stunde, froh der Tag“.

Die danach vorgetragenen Lieder der afrikanischen christlichen Kirche überspannten eine große Bandbreite, von getragen und tief emotional bis hin zu rhythmisch mitreißend. Bei „Ti Elotse“ standen die Sängerinnen und Sänger zuerst alle zum Altar gewandt, um sich dann nacheinander und je nach Einsatzbeginn hin zum Kirchenraum zu öffnen. In dem Lied, von dem der Chor seinen Namen ableitet, heißt es: „Mein Gott, lass deine große Liebe in uns wirken.“

„Uyin gwele Baba“ verkündete „Du bist heilig, Herr“. „Mokonzioka“ war ein afrikanisches Kyrie, „Yesu atualika“ eine beschwingte Einladung zum Tisch des Herrn. „Singa yesu singa“ ließ Erde und Himmel in Jesu Licht leuchten. Der Chor tanzte bei einigen Liedern mit, das Publikum klatschte mehrfach mit und nach jedem Lied stark. Das Konzert, das vielen unter die Haut ging, endete mit „Sana sananina“ („Heilig, heilig, lobet den Herrn“) und dem bekannten „Siyahamba“.

Das Konzert war insgesamt ein vitales und klangvolles Plädoyer für die Chormusik. Die berührenden Klänge eroberten die Herzen aller.

Eugen Attinger richtete Dankesworte auch an die katholische Kirchengemeinde. Man habe in der Kirche eine tolle Akustik nutzen können. Dem Wunsch nach Zugabe kam der Chor gerne nach. Man hörte nochmals „The Rose“ und „Babylons Falling“. hpw