Külsheim

Gesangsprojekt Gottesdienst „Mit dem Klang der Kelten“ am 21. Oktober in Steinbach / Gemeinsame Initiative von Männer- und Frauenchor mit zusätzlichen Sängern

Melodien von britischen Inseln berühren

Da sie und ihre Sänger sich von Liedern britischen Ursprungs immer besonders angesprochen fühlen, hat Eva Wiesmann speziell für diese Art Musik einen Projektchor ins Leben gerufen.

Steinbach. „Immer wieder sind wir beim Musizieren auf Melodien und Lieder von den britischen Inseln gestoßen, die uns besonders berührt haben“, erklärt Chorleiterin Eva Wiesmann. „Also quasi Musik mit keltischen Wurzeln.“ Die Begeisterung für diese Art Musik bewegte sie dazu, einige bekannte Lieder in diesem Stil zusammenzufassen und für die Aufführung einen Projektchor ins Leben zu rufen.

Offen für Neuzugänge

Der Großteil der Sänger setzt sich aus dem Männer- und dem Frauenchor Steinbachs zusammen. Allerdings waren sie durchaus offen für Neuzugänge. „Wir haben uns entschlossen, Interessierte einzuladen und mit dem Projekt auch weniger geübte Sänger anzusprechen“, führt Wiesmann aus.

Peter Stemmler aus Uissigheim ist einer dieser Neuzugänge. Er hatte in der Kirche ein Plakat gesehen, das für das Projekt warb und auf dem die Handynummer von Eva Wiesmann angegeben war. „Ich habe sie angeklingelt und gefragt, wie sieht es aus“, erinnert sich der Uissigheimer. Und schon hatte der Projektchor einen Sänger mehr.

Unerfahren ist Peter Stemmler nicht – er ist Mitglied im Uissigheimer Gesangverein. „Ich wollte einfach mal in einem anderen Chor mitsingen , um neue Impulse zu bekommen“, nennt Stemmler den Grund für seine Entscheidung. „Jede Dirigentin macht es ja auch anders.“ Die Arbeit an dem Projekt macht ihm Spaß: „Ich finde es schön.“ Sechs Lieder werden die Chöre insgesamt vortragen, drei davon gemeinsam. Zwar stammen die Stücke von den britischen Inseln, den Großteil singt der Chor aber auf Deutsch.

Gemeinsame Proben

Während die Frauen mittwochs üben, finden die Proben der Männer donnerstags statt. Kürzlich probten sie zum ersten Mal gemeinsam.

„Für die Frauen ist es anstrengend, zusammen zu singen“, spricht Eva Wiesmann aus Erfahrung. Vor allem das große Stimmvolumen der Männer mache es den Sängerinnen schwer. Ilse Hock pflichtet ihr bei: „Man hört sich dann oft selbst nicht mehr singen“, beschreibt sie mit einem Lachen. Die Steinbacherin, die stimmlich im Alt zuhause ist, singt schon von Anfang an im Frauenchor. Seinen Ursprung hat dieser ebenfalls als Projektchor, damals für einen Mai-Gottesdienst.

„Es macht schon Spaß, aber man muss auch am Ball bleiben“, ist die Steinbacher Sängerin Mechtilde Schüßler überzeugt. „Die meisten lassen die Proben nur ausfallen, wenn es wirklich nicht geht“, glaubt auch Andrea Bischof aus Hundheim. „Da muss ich schon wirklich einen triftigen Grund haben. Man kommt dann nämlich nicht mehr mit.“

Ein wichtiges Mitglied der Gesangsgruppe, die es zwar deutlich kürzer als den Männerchor, aber immerhin seit gut 13 Jahren gibt, ist Brunhilde Erbacher. Sie ist Notenbeauftragte und kümmert sich laut Eva Wiesmann im Grunde um alles, was es in diesem Bereich an Organisation zu tun gibt.

Liedtexte passen zum Gottesdienst

Eher unabsichtlich sei der Termin für die Aufführung auf den Gottesdienst am 21. Oktober um 10.30 Uhr in Steinbach gefallen. „Durch Fügung“ passen aber die Texte des Gottesdienstes zu den gesungenen Liedtexten. „Wie bei unseren Liedern geht es um die Schwäche des Menschen, sein Leid, seine Sterblichkeit und die Schwierigkeiten im Umgang mit- und füreinander“, fasst die Chorleiterin die Themen der Gottesdiensttexte zusammen. „Der Silberstreif am Horizont ist die Hoffnung auf einen liebenden und gerechten Gott, der uns behütet, auch wenn wir gerade ganz alleine sind.“

„Klare und ehrliche Gefühle machen die Art von Liedern aus, die der Projektchor aufführt“, so Wiesmann. Dies habe sie und ihre Sänger immer besonders angesprochen.