Külsheim

Kommunalwahl in Külsheim Christdemokraten verlieren ihre Mehrheit und erhalten ebenso wie die SPD ein Ausgleichsmandat

Nur die CDU muss ein Minus verkraften

Archivartikel

Nur noch 20 statt 21 Mitglieder hat der neue Külsheimer Gemeinderat. Während die CDU einen Sitz einbüßt, ändert sich zahlenmäßig bei der Freien Wählervereinigung und der SPD nichts.

Külsheim. Die Christdemokraten sind künftig nur noch mit zehn anstelle von bislang elf Mandatsträgern im Gremium vertreten. Damit haben sie ihre Mehrheit eingebüßt. Bei einer Wahlbeteiligung von 67,5 Prozent (2014: 64,6 Prozent) ergibt sich für die CDU mit 51,7 Prozent im Vergleich zum Ergebnis von vor fünf Jahren ein Minus von rund 2,1 Prozent.

Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass fünf ihrer bisherigen Mandatsträger nicht mehr kandidiert haben.

Nicht wiedergewählt

Freuen kann sich die Fraktion über ein Ausgleichsmandat für den Külsheimer Sebastian Seitz.

Verzichten müssen die Christdemokraten dagegen künftig auf Manfred Burger, der 1091 Stimmen erhalten hat. Der seit 1999 im Gemeinderat sitzende Uissigheimer ist bei Bedarf in seiner Ortschaft erster Nachrücker.

Bei der Freien Wählervereinigung (FWV) fehlten auf der Bewerberliste zwei bewährte Mandatsträger. Auf die Gruppierung entfielen 33,7 Prozent der gültigen Stimmen. Vor fünf Jahren waren es zirka 0,5 Prozent weniger.

Eine Gemeinderätin der Sozialdemokraten, die nur im Wohnbezirk Külsheim-Stadt antraten, hatte sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden. Dennoch fuhren die Sozialdemokraten 14,6 Prozent und somit ein Plus von rund 1,5 Prozent ein.

Zudem gab es für sie wie schon 2014 ein Ausgleichsmandat. Dadurch zieht Stefan Thum als dritter Mann der Genossen erstmals in das Gremium ein.

Neulinge

Weitere Neulinge im Gremium sind für die CDU aus Külsheim-Stadt Katja Firmbach, Lars Wölfelschneider und Stefan Adelmann sowie aus Hundheim Florian Hirsch. Erstmals den Sprung ins Gremium schafften für die Freie Wählervereinigung Matthias Ruff aus Hundheim und Claudia Rösser aus Eiersheim.

Mit ihr, Annette Ries und Theodora Ulrich von der FWV sowie Katja Firmbach von der CDU sind ein Fünftel der Ratsmitglieder Frauen.

Ins Gremium zurückkehren wird Reimund Imhof (CDU), der bereits von 2009 bis 2014 als Gemeinderat fungierte.

Aufgrund der unechten Teilortswahl, die der Ortschaft Steinfurt einen Sitz im Külsheimer Gemeinderat garantiert, war Otto Bundschuh quasi gesetzt. Denn der CDU-Mann stand als einziger Steinfurter auf einer der Bewerberlisten. Die auf seinem „Konto“ eingegangen 1493 Stimmen zeigen, dass er auch in den anderen Ortsteilen die Bürger von sich überzeugt hat.

Stimmenkönig

Der Stimmenkönig kommt diesmal mit Stefan Grimm aus den Reihen der FWV. Mit 2449 Stimmen hat er die Nase vor dem letztmaligen Sieger Alfred Bauch von der SPD (2378 Stimmen). Den beiden Külsheimern folgt der vor 20 Jahren erstmals in das Gremium eingezogene Brunnenstädter Michael Adelmann (CDU; 2042).

Stimmenkönigin

Stimmenkönigin wurde CDU-Kandidatin Katja Firmbach (1855).

Lässt man die Briefwahl außer Acht, erweist sich Uissigheim als kleine Hochburg der CDU. Diese erhielt hier rund 63 Prozent der Stimmen. Das schlechteste Ergebnis gab es für die Christdemokraten mit 42 Prozent in Steinbach.

Umgekehrt fiel das Votum in den beiden Ortsteilen für die Freie Wählervereinigung aus. Deren Kandidaten brachten es in Steinbach insgesamt auf rund 47 Prozent. In Uissigheim waren es dagegen nur knapp 28 Prozent.

Knapp ein Drittel der gültigen Stimmen holten die SPD-Bewerber in ihrem Wohnort Külsheim-Stadt. Sehr mager war ihre „Ausbeute“ mit 7,1 Prozent in Hundheim.