Külsheim

Fastnachtsgesellschaft Brunnenputzer Motivwagen in Külsheim verladen und nach Bad Mergentheim gebracht

Panzer-Attrappe wird ausgestellt

Archivartikel

Külsheim.Die Fastnachtsgesellschaft Külsheimer Brunnenputzer tut sich seit Jahren hervor, originelle Motivwagen zu kreieren. Die neueste Version aus der einige Monate zurückliegenden fastnachtlichen Kampagne wird nun in einer Ausstellung in Bad Mergentheim zu sehen sein.

Panzerbataillon 363

Bei der Motivwahl ging es diesmal um die Wiederansiedlung des über Jahrzehnte in Külsheim beheimateten Panzerbataillons 363 im benachbarten Hardheim, die man persiflierend aufs Korn nahm. Die Idee zu dem entsprechenden Motivwagen kam in lockerer Runde zustande. Eine gewisse Portion Gehirnschmalz war nötig, die möglichst originalgetreue Attrappe eines Kampfpanzers „Leopard 2“ zu gestalten.

Die Umsetzung erfolgte schließlich mit technischer Unterstützung der Firma „außerdem“ (Küls-heim). Dazu wurde ein 3D-Modell erzeugt und in Maschinendaten umgewandelt, die Teile dann mit einer CNC-Maschine gefräst. 800 Arbeitsstunden waren nötig, um die rund 500 Einzelteile mit viel Handarbeit mühevoll zusammenzubauen. Der daraus entstandene auffällige Motivwagen war bei fünf Umzügen unterwegs.

Später entstand Kontakt zu Armin Rother, Leiter der Ausstellung „Einblick in die Geschichte der Panzerentwicklung“ in der ehemaligen Deutschorden-Kaserne auf dem Drillberg in Bad Mergentheim. Die Panzer-Attrappe war inzwischen in der ehemaligen Külsheimer Kaserne „geparkt“ worden. Sie wurde nun mit einem Kran auf einen Traktoranhänger umgeladen, nach Bad Mergentheim gefahren und mit Hilfe eines Bergepanzers an passender Stelle wieder abgeladen.

Marco Füger, Vorsitzender der Fastnachtsgesellschaft Külsheimer Brunnenputzer, verweist darauf, dass solche Motive der Külsheimer Fastnachter auch in der Vergangenheit schon in Vorgärten oder an Scheunen wiederverwendet wurden. Ihn freue, dass die Arbeit der Jungs und Mädels vom Wagenbauteam wie auch der Firma „außerdem“ eine solch schöne Würdigung erhielten.

Anschauungsmodell

Rother erklärte zusammenfassend: „Wir sind sehr dankbar, dass wir ein weiteres Exponat in dieser einmaligen Ausstellung für unsere Gäste als Anschauungsmodell zur Verfügung haben.“ hpw