Külsheim

„Puls 300 Cross- und Hindernis-Fun-Lauf“ 218 Teilnehmer aller Altersklassen waren am Start / Spaß stand an erster Stelle

Über Hindernisse und durch Matsch

Die zweite Auflage des „Puls 300 Cross- und Hindernis-Fun-Laufs“ in Külsheim am Sonntag erfuhr mit 218 Startern eine sehr gute Resonanz.

Külsheim. Die Wettbewerbe sprachen alle Altersklassen an. Neben den Einzelwertungen gab es beim Hindernis-Fun-Lauf der Erwachsenen auch eine Team-Wertung. Veranstalter war die Abteilung Leichtathletik des FC Külsheim.

„Puls 300“ heißt die Veranstaltung, weil der Rundkurs um das FC-Stadion 300 Höhenmeter aufweist. Die n Teilnehmer wussten, was auf sie zukommen sollte: Die Beschaffenheit des Bodens war treffend mit „Waldwege, Wiese, Sand, Acker, Schlamm“ angekündigt. Dazu kamen „künstliche“ Hindernisse. Auch war es fast durchgehend sehr windig – und nicht immer herrschte Rückenwind. Und dann regnete es zeitweise auch noch. Das alles machte es den Läufern nicht gerade einfacher.

Sprüche wie „Zieh Dich warm an“ und „Wir wollen, dass Du dich quälst und dabei Spaß hast“, machten klar, dass von den Startern viel verlangt wird. Die gingen fair zur Sache. An den Hindernissen wurde – wo nötig – Hilfestellung geleistet. Die Zuschauer feuerten die Läufer an und munternten diese gegebenenfalls auf.

Die Hindernisse forderten einige sportliche Fähigkeiten. Wer beim eh schon anstrengenden Hangeln in das direkt darunter platzierte große Planschbecken fiel, durfte zur „Belohnung“ gleich noch Liegestütze anfügen. Die Erwachsenen mussten auf der Rundstrecke beim ersten schweren Anstieg auch noch Reifen den Berg hoch schleppen.

Dennoch hatten alle Spaß. Für den achtjährigen Jeremiah war das Klettern am schwersten. Die gleichaltrige Lisa und die zehnjährige Lara e fanden es besonders schwer, ein Geflecht voller kreuz und quer gespannter Seile zu überwinden.

Jonathan Erdniß (zwölf Jahre) war über alle Altersklassen hinweg Schnellster beim Jugend-Hindernis-Fun-Lauf über drei Kilometer. Er beteiligte sich wie sein Bruder Hendrik (sieben) zum erstmals an solch einem Lauf. Für sie war es besonders anstrengend, unter den Abdeckungen durch den Sand zu krabbeln. Beide waren sich einig: „Wir wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein.“

18 Briten mit dabei

Emily sprach für eine 18-köpfige Truppe aus Großbritannien. Die 18- bis 25-jährigen Studenten der Universität in Birmingham starteten im Vorjahr schon in Dublin (Irland) bei solch einem Wettbewerb. Auf die Veranstaltung in Külsheim wurden sie via Internet aufmerksam. Vier Teilnehmer gingen beim Crosslauf über zehn Kilometer an den Start, 14 Briten in drei Teams beim „Hindernis-Fun-Lauf“ über sechs Kilometer. Emily unterstrich, „Fun“ („Spaß“) stehe im Mittelpunkt. Wenn es für eine vordere Platzierung reiche, dann sei dies auch schön.

Ulrich Schmalz, schnellster Erwachsener beim „Hindernis-Fun-Lauf“, bezeichnete diesen kurz nach seinem Zieleinlauf mit „anstrengend“, war aber dennoch begeistert. Gelungen seien die spannenden Hindernisse. Für ihn war das Balancieren auf dem Schwebebalken „nicht einfach“, jedoch sei er „super durchgekommen“. Schmalz lobte die Mitstreiter, die ihm auf der Strecke als dem Schnelleren oft und gerne Platz gemacht hatten.

Das Team „WH 18 S1“ der Polizeischule Wertheim, dessen Mitglieder alle „freiwillig da“ waren, stellte die gegenseitige Motivation in den Vordergrund. Man sei getreu dem Motto „gut geschlafen, gut gegessen, wir schaffen es“ angetreten.

Per Internet erreichte die Veranstalter dieser Kommentar: „Klasse Orga mal wieder, dieses Jahr den Crosslauf mit tollen Matsch-Passagen und einem herausfordernden Wetter gespickt, rundum eine gelungene Sache“. Rennleiter Stefan Platz freute sich, dass über die zahlreichen Teilnehmer. Er habe viele begeisterte Reaktionen – auch ob der schweren Strecke – erhalten: „Das ist mal was ganz anderes“. Den Rennen schlossen sich die Siegerehrungen im Sportheim an.