Külsheim

Weinfest Mehr als 40 Interessierte erfuhren in mehr als zwei Stunden viele Einzelheiten rund um die edlen Tropfen

„Wandernde“ Weinprobe längst Tradition

Archivartikel

Beim Weinfest in Külsheim gibt es seit Jahren samstags eine „wandernde“ Weinprobe.

Külsheim. Diese Tradition setzten Winzer, Ortsverband für Wein, Obst, Garten und Landschaft, auch diesmal fort. Zweieinhalb Stunden dabei waren mehr als 40 Leute, allesamt in prächtiger Stimmung, darunter auch die Hoheiten Weinkönigin Anna und Weinprinzessin Laura neben solchen von auswärts.

Die Weinwanderung begann und endete am Caravacakreuz am Festplatz an den Weinbergen am „Hohen Herrgott“. Der Weg führte bei hohen Temperaturen mitten durch die Weinberge. Die Großgruppe machte Halt an sechs Stationen, an denen es jeweils eine andere Sorte Wein zu kosten gab, dazu auch Wasser und passende kulinarische Schmankerl reichte. Jede Station lag unmittelbar neben Reben der Sorte, die gekostet wurde.

Viele Faktoren machten die Weinwanderung zu einem schönen Erlebnis, zweifellos auch das Miteinander in der Natur mit vielen netten Gesprächen untereinander. Ein Stück des Weges führte über die den zertifizierten Wanderweg LT6. Georg Stang und Michael Lawo, beide Co-Vorsitzende des Veranstalters, erläuterten rund um das vielfältige Thema Wein vieles in Bezug auf die hiesigen Verhältnisse. Beide standen auch für Fragen bereit.

Sechs Weinsorten

Nach und nach erfuhren die Weinwanderer Näheres über die Sorten Müller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder, Tauberschwarz, Schwarzriesling und Regent. Sie waren gar unterwegs aufgerufen, Trauben vor Ort zu probieren. Die fachkundigen Begleiter informierten über eine sehr junge Anlage ebenso wie über die vielfältigen Folgen des Unwetters von vor zwei Wochen, die Mitwirkung der Blätter bei der Zuckerbildung, Möglichkeiten des Ausbaus und Sorgen über Pilzkrankheiten.

Auskünfte wurden direkt vor Ort veranschaulicht, was das Verständnis für die Zusammenhänge gewaltig mehrte. Man hörte, dass früher auf dem Etikett jeder Flasche Külsheimer Weines ein Caravaca-Kreuz zu finden war, die Weinberge vor der Ernte klassifiziert werden, im Tau-bertal im Mittelalter wohl alle Südhänge mit Reben bepflanzt waren, der Klimawandel bereits angekommen sei und sich die Farbe des Weines in den Häuten befinde.

Der Külsheimer Sorten-Weinberg ließ gleich 22 Sorten ins Blickfeld kommen. Nach der letzten Station mit dem Genuss von „Regent“ und Rotschimmelkäse und einem weiteren Stück Weges fand man sich auf dem Festplatz wieder.

Eine Reihe von Gästen blieb gleich vor Ort, um das abendliche Programm des Weinfestes zu genießen.