Külsheim

Weinfest am „Hohen Herrgott“ Neue Weinhoheiten gekrönt / Loretta Wolpert nun Weinprinzessin / Buttenlauf war feucht-fröhliches Spektakel

Weinkönigin Laura freut sich auf schöne Zeit

Archivartikel

Die Krönung der Weinkönigin, die Vorstellung der Weinprinzessin, der Buttenlauf, gute Musik und ausgezeichnete Stimmung: Den Gästen des Külsheimer Weinfests wurde allerhand geboten.

Külsheim. Das Weinfest am „Hohen Herrgott“ war am Wochenende “ wieder eine runde Sache. Die zahlreichen Gäste aus nah und fern fühlten sich am Samstag und Sonntag bei den Külsheimer Winzern, Ortsverband für Wein, Obst, Garten und Landschaft, sichtlich wohl.

Feierlicher Gottesdienst

Den gut besuchten Gottesdienst im Festzelt mit Pater Jaroslaw Paczkowski am Sonntagvormittag gestaltete die Musikkapelle Külsheim mit.

Ein besonderer Programmhöhepunkt waren am Nachmittag die Krönungsfeierlichkeiten. Georg Stang, Co-Vorsitzender des Vereins, freute sich dabei über das tolle Bild, das die gut zwei Dutzend Weinhoheiten angaben. Der Besuch so vieler Regentinnen von auswärts zeige, „wie viel unsere Mädels rumkommen“ und wo überall der Külsheimer Wein repräsentiert werde. Stang: „Eine bessere Werbung gibt es nicht.“

Hoheitliche Cousinen

Bürgermeister Thomas Schreglmann übernahm die Rolle des Zeremonienmeisters bei der Krönung der Weinhoheiten. Die bisherige Weinprinzessin Laura Behringer fungiert von nun an als Weinkönigin. Neue Weinprinzessin ist Loretta Wolpert. Die 19-jährige Schreinerin stellte sich den Festgästen kurz vor. Dabei betonte sie, dass die sich auf die Zeit, in der sie den Külsheimer Wein mit ihrer Cousine Laura vertreten dürfe, freue.

Stang sagte bei der Verabschiedung der bisherigen Weinkönigin Anna Pauly, die Külsheimer Hoheiten seien bekannt in Stadt und Land, „schön mit euch zusammenzuarbeiten“. Die scheidende Weinkönigin indes zeigte sich im wahrsten Wortsinn als sprachlos, gesundheitlich begründet und schon vor dem Weinfest akut. Also übernahm die bisherige „Queen Mum“ Karin die Abschiedsrede ihrer Tochter.

Diese ließ wissen, sie habe bei ihrem Amtsantritt nicht gewusst, was alles an einmaligen Erfahrungen, tollen Erlebnissen und neuen Freundschaften auf sie zukommen werde.

91 Veranstaltungen

Sie hat eigener Schreibe nach während ihrer Amtszeit 91 Veranstaltungen besucht und wusste dementsprechend um viele anekdotisch anmutende Erlebnisse. Jeder Termin habe seinen eigenen Charme gehabt, sei unvergleichlich gewesen und bleibe unvergesslich. Die zwei Jahre seien wie im Flug vergangen, unterstrich die scheidende Weinkönigin und dankte ihrem Umfeld für die stete Unterstützung.

Schreglmann und Anna Pauly schmückten dann die neue Weinkönigin Laura mit der Krone. Die Weinhoheit ist 20 Jahre alt und arbeitet bei einer Stadtverwaltung. Sie unterstrich, in ihrem Jahr als Weinprinzessin habe sie viele nette Menschen und Weine kennengelernt. Nun freue sie sich auf das Jahr als Weinkönigin, in dem sie mit der neuen Weinprinzessin Loretta den Külsheimer Wein präsentieren dürfe.

Der Co-Vorsitzende den vielen Mitarbeitern vor, während und nach dem Weinfest. Der Bürgermeister griff diesen Steilpass auf, dankte den Külsheimer Winzern, erneut ein solch herrliches Fest organisiert zu haben: „Da steckt viel Arbeit drin.“ Das Weinfest sei eine wunderbare Werbung für Külsheim und für den Külsheimer Wein.

Immer gut an kommt bei den Weinfestbesuchern der Buttenlauf am Sonntagnachmittag. Laufstark und wasserfest sollte man bei dieser Gaudi für alle schon sein, um mit einem Dreierteam an den Start zu gehen. Diese Bedingungen erfüllten alle sechs Mannschaften, die sich im edlen Wettstreit miteinander maßen. Sieger waren am Ende „Die Väter“.

Die Aufgabenstellung sah so aus: Aus einem großen Bottich Wasser in die Butte des Teamkollegen füllen. Dieser spurtet los, sägt unterwegs eine Scheibe von einem Stämmchen ab und übergibt das in seiner Butte verbliebene Wasser von einem zuvor erklommenen Wagen aus in die Butte seines Mannschaftskameraden. Jener eilt ins Zelt, um dort eine leckere Süßigkeit ohne Hände vom Tisch aufnehmen. Danach überquert er in vollem Lauf eine Wippe, um dann dem Zielbereich entgegenzuspurten.

„Alles voll“

Dort warten vier unterschiedlich große Milchkannen, die es nacheinander bis zum Rand zu füllen gilt. Erst wenn das Schiedsgericht „alles voll“ meldet, ist die Aufgabe erfüllt.

Die Külsheimer „Weinhoheiten“ machten ebenso mit wie „Der Dörlesberger Hofstaat“ als Freunde der drei Grazien sowie „Die Väter“, deren „Kampfname“ den direkten Bezug zu den Hoheiten offenbarte. Es war möglich, die Kannen in zwei Umläufen zu füllen. Manche Teams brauchten etwas länger.

Das sehr warme Wetter und die gute Stimmung motivierten die Läufer, das kühlende Nass sehr freigiebig an Umstehende zu verteilen, manchmal gar gezielt. Dabei hatten alle Spaß. Die Seriensieger „Die jungen Wilden“, die das Spektakel seit Jahren dominiert haben, fanden sich auf Rang zwei wieder. Platz drei erreichten die „Weinhoheiten“. Zu den Platzierungen von „M-S-R“, „Obst-, Garten- und Kulturverein Uissigheim“ sowie „Der Dörlesberger Hofstaat“ liegen ob eines Wasserschadens an der Ergebnisliste keine genauen Auskünfte vor. hpw