Külsheim

Fahrzeugübergabe bei den Feuerwehren Hundheim und Steinbach Neues Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser im Rahmen eines zweitägigen Festes feierlich überreicht / Schauübung

„Wir sind uns bewusst, was wir an euch haben“

Die Feuerwehren Hundheim und Steinbach haben ab sofort ein gemeinsames Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser.

Hundheim/Steinbach. Fahrzeugsegnung und -übergabe waren eingebettet in ein 2-Tages-Programm am Sportplatz. Gottesdienst, Grußworte, Ehrungen und eine Schauübung fanden viel Beachtung.

Bereits der Samstag mit Feierabendtreff und Musik erwies sich als gut besucht. Zum Gottesdienst im Freien am Sonntagvormittag trafen sich etwa 250 Menschen. Pfarrer Joachim Seraphin betonte, man wolle um den Segen Gottes besonders für die Feuerwehrleute und das neue Fahrzeug bitten. Der Tag selbst biete guten Grund für große Freude.

In seiner Predigt wies der Pfarrer darauf, der Tag gebe auch ein Zeichen, zusammenzuhalten. Alles, was gespaltet sei, könne nicht bestehen. Das neue Fahrzeug sei auch ein Zeichen der Eintracht und des Vertrauens zu Gott. Auch wenn der Mensch oft begeistert sei von neuen Dingen, solle er nicht vergessen, was ihn Jahre lang getragen habe. Der Pfarrer überreichte den Kommandanten beider Wehren eine Plakette mit dem Heiligen Christophorus. Danach segnete er das Fahrzeug.

Hubert Steinbach (Abteilungskommandant Feuerwehr Hundheim) begrüßte die vielen Gäste. Waldemar Bloos (Abteilungskommandant Feuerwehr Steinbach) sprach den zeitlichen Werdegang an hin bis zu dem neuen Fahrzeug. Man sei laut Bedarfsplan vorgegangen, die Stichworte Projektgruppe, Besichtigungen, Ausschreibung, Erhalt des Zuwendungsbescheides sowie die Zustimmung des Gemeinderates zeigten die Etappen auf. Mit dem Fahrzeug sei schon eifrig geübt worden, es kam bereits zweimal zum Einsatz.

Bürgermeister Thomas Schreglmann meinte, für die Wehren gelte „schnell wie die Feuerwehr“, dies werde immer wieder bewiesen, bedeute „wir brauchen euch in vielen Bereichen“. Die Zahl der Einsätze steige, auch jene der Einsatzbereiche. Schreglmann unterstrich, die Feuerwehr müsse gut ausgestattet sein, damit die Herausforderungen gemeistert werden könnten. Und das koste eben Geld.

Auch insgesamt müsse alles zusammenpassen in Külsheim und Ortsteilen, denn der Brandschutz müsse sichergestellt sein und die Wehren gerüstet sein für die kommenden Jahre. Der Veränderungsprozess sei nicht am Ende. Genauso wichtig seien in die Menschen, die sich engagierten, stellte der Bürgermeister heraus und dankte den Mitgliedern der Feuerwehren: „Wir sind uns bewusst, was wir an euch haben.“

Lange darum bemüht

Kreisbrandmeister Alfred Wirsching bestätigte, das neue Fahrzeug sei Ergebnis Jahre langer Bemühungen, sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Die Stadt Külsheim und deren Feuerwehren hätten agiert, nicht reagiert. Hier werde der Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt, das Land unterstütze. Der Kreisbrandmeister meinte, das Fahrzeug habe auch gewachsene Strukturen aufgebrochen, die Abteilungen Hundheim und Steinbach arbeiteten zusammen. Zudem sei ein gemeinsames Gerätehaus in Planung.

Stadtkommandant Heiko Wolpert unterstrich, „wir sind im 21. Jahrhundert angekommen“. Die Bevölkerung habe durchaus Ansprüche hinsichtlich der Sicherheitsbedürfnisse, dies bedinge gewisse Veränderungen. Wolpert zeigte sich froh, den Weg gemeinsam so gegangen zu sein, und sprach den Aspekt an, dass die Verfügbarkeit im Ehrenamt nicht mehr so wie früher sei. Hier sei nun Tolles geschaffen worden.

Die Offiziellen sprachen drei Ehrungen für Jahre lange Dienstleistung aus. Michael Pahl (Hundheim) erhielt das Feuerwehrehrenzeichen in Gold (40 Jahre), Christian Höfert (Külsheim) und Jürgen Amend (Steinfurt) beide das Feuerwehrehrenzeichen in Silber (je 25 Jahre).

Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser verursachte Kosten von knapp 140 000 Euro, wobei der Zuschuss vom Land 38 500 Euro betrug. Fachleute wie Bevölkerung besichtigten das neue Feuerwehrfahrzeug ausgiebig.

Am Nachmittag stellten die Wehren ihre Einsatzfähigkeit ebenso wie die des neuen Fahrzeugs bei einer Schauübung und vor vielen Zuschauern unter Beweis. Der Applaus des Publikums war den beteiligten Feuerwehrleuten nach dieser Übung sicher.